Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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AUS SPARTA UND UMGEBUNG

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13S. Torso o!oer Knadbemstatuette.
M. 292. — Früher in Magula bei den Brüdern P. CAar-
Douros. H. 0,36. Marmor mitteikörnig.
Es fehlen Kopf, r. Schulter und Arm, die Beine unterhalb
der Schenkelansätze.
Auf dem r. Beine stehend scheint die Figur das 1. auf einen
erhöhten Gegenstand gestellt zu haben. Die 1. Hand liegt mit
den Fingerspitzen auf dem Oberschenkel. Ein Gewandstück
zieht sich von der 1. Schulter her den Arm verhüllend über
Unterleib und Oberschenkel den Rücken hinauf.
Das Motiv bleibt unklar. Etwas verschwommene Formen.

139. SoMafender Knabe, Broncestatnotte.
ln Besitz des Hrn. Dr. A/ArecA^ Jordaa, welcher sie im
März 1877 in Sparta kaufte. H. 0,056. Vollguss.
L. Unterarm und der halbe r. Fuss fehlen. Nase, Lippen
und Kinn sind durch die Oxydation fast ganz zerstört.
Ein völlig erwachsener, derber Knabe in halb sitzender,
halb kauernder Stellung. Das eingezogene 1. Bein liegt der
idealen Sitzfläche ganz auf, indem der zum Körper recht-
winklig gestellte Oberschenkel gerade vorspringt, der Hacken
das Gesäss berührt; das r. Bein ist dem Oberkörper möglichst
nahe emporgezogen, sodass Ober- und Unterschenkel einen
spitzen Winkel bilden und der Fuss mit ganzer Sohle auf-
liegt. Die Hand des r. Arms ruht auf dem Knie und darauf
hat der Knabe den etwas vorgestreckten Kopf so gestützt dass
die r. Schläfe auf Knie und Hand ruht. Dadurch hat der
ganze Oberkörper eine Neigung nach seiner r. Seite und nach
vorn erhalten. Der 1. Arm (mit etwas hochgezogener Schulter)
ist senkrecht auf die ideale Sitzfläche gestützt^ gewiss mit
aufliegender, auswärts gekehrter Handfläche. Die Augen
scheinen zum Schlaf geschlossen. Das Haar ist schlicht und
am Hinterkopf zu einem eigenthümlich vorspringenden Bü-
schel vereinigt.
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