Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DIE ANTIKEN KUNSTWERKE

Über dem Relieffelde Giebel mit Schild.
ln der Mitte des Reliefs eine Frau (in Vorderansicht) in
langem Gewände mit steilen altertümlichen Falten. In den
Händen der gerade herabhängenden Arme perlenschnurartige
Wollenbinden., auf dem Kopfe ein polosähnlicher Aufsatz *
(vgl. n. 221. 222). Zu jeder Seite ein Dioskur in Vorderan-
sicht (innere Standheine). Die inneren Arme sind in die
Seiten gestemmt, von den Unterarmen scheint ein Gewand-
stück herabzuhängen; die äusseren Arme sind erhoben, als
oh sie auf Lanzen gestützt wären, die aber nicht angedeutet
sind. — Sehr flüchtige Arbeit.
Darunter auf vorspringender Fläche Inschrift von 34 Zeilen,
deren r. Seite, etwa von Z. 9 ah, vielfache Spuren von
Rasur zeigt. Le Ras stimmt am meisten mit unserer Ab-
schrift überein, die indessen auch nicht perfect ist; die haupt-
sächlichsten Abweichungen sind folgende:
Z. 7 Ende: Le Bas, Welcker )EPEY2, C.-M. TE.OtE,
wir r..O!Z.
Z. 8 Welcker AP!2T0MENtAA, Le Bas
Henzen AP!2TOMENE)A, wir AP)2T0MENE02.
Z. 9 Le Bas UmcMxpxTso^, Welcker Zfl.tA.T02, wir
2Q[1ATP02 (?).
Z. 14 Le Bas [K]Xs[m]vo;, Welcker und wir Nt...02.
Z. 29 Welcker und Le Bas NtKH(j)0P02, G.-M. und wir
NiKM())0P02 (sic).
Zwischen Z. 32. 33 leerer Raum für eine Zeile.

tHoskurenrelief. C.

M. 202. — G. v. Bmc/mos. H. 0,68, B. 0,50. Bläulicher
Marmor.
Sehr abgerieben.
Vgl. Awtu/f 1861 S. 39 und tav. d'agg* D, 1

* Welcher (a. a. 0. S. 152) hat die Darstellung voellig verkannt: er machte
aus der idolartigen weiblichen Figur ein « vasculum columellae impositum ".
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