Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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AUS SPARTA UND UMGEBUNG

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(Conze-Michaelis); Vischer, Eptt/r. arcAacoL Be^mep'c
GrfccAe/J. S. 28; Le Bas, Uot/^c nrcA. expl. inscr. Sparte
S. 82.
In der Mitte, wie bei dem vorhergehenden, die weibliche
Figur mit polosartigem Koplaufsatz und gerade herabhän-
gendem langem Gewände, in den Händen wiederum die per-
lenschnurartigen Binden *. Die nackten Dioskuren (innere
Standbeine) mit kegelförmigen, etwas spitzen Hüten stehen
zu beiden Seiten der Frau vor der Mitte ihrer Rosse (je ein
Vorderbein erhoben), welche sie mit den inneren Händen am
Zügel fassen; in den anderen Händen (der Arm des 1. ste-
henden gesenkt, des andern im rechten Winkel gebogen)
halten sie ein kurzes Schwert in der Scheide.
Unter dem Relief eine fast ganz erloschene Inschrift, von
der die fünf ersten Zeilen schwach erkennbar, nur die erste
lesbar ist:
ot GtTTiOeNTGSGniHAGKTAAGE]MAXOY


M. 201. — G. v. RA%//A. H. 0,70, B. 0,48. Bläulicher
Stein.
Untere r. Ecke abgestossen.
Vgl. Amm/f 1861 S. 39 und tav. d'agg. D, 2
(Uonze-Michaelis); Le Bas, ctrcA. expl. inscr. S. 82.—
Gipsabguss bei Martinelli, Gatal. 287.
Über dem Relief Giebel mit Schild. — In der Mitte idol-
artige, lang bekleidete Frau in Vorderansicht (wie in ss, c;
vgl. n. 221. 222) auf einem kleinen Sockel; das eng anliegende
Gewand mit kurzen Aermeln fällt in geraden etwas nach unten
convergirenden Falten aufdieFüsse, deren Zehen mit Sandalen
darunter sichtbar sind. In den Händen der gleichmässig her-

i Nach der Abbitdungin den Annati hat die Frau je eineu gefättetten Ge-
wandzipfel in den Händen ; unwahrscheintich.
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