Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DIE ANTIKEN KUNSTWERKE

Deckeln versehene Vasen *, um welche sich je eine Schlan-
ge ringelt., deren Köpfe sich einander nähern.
Unterhalb des Giebels im Rande 1. und r. kleine Löcher.,
in deren einem noch ein eiserner Zapfen steckt.
EMoaEmrem'eMef. EL.
M. 291. —- G. v. P. CAry$/AnAi.s. H. 0,26, B. 0,35. Rosso
antico.
Stark abgeriehen. Sehr flaches Relief.
Unter einem sehr niedrigen Giebel, in welchem etwa 0,12
von einander abstehend zwei sehr kleine kegelförmige Gegen-
stände erscheinen, stehen völlig symmetrisch, mit Stand-
beinen nach innen, die Dioskuren. Sie tragen konische
Mützen ; die äusseren Arme mit leichter Chlamys, sind in
die Seiten gestemmt, die inneren halten die Rosse am Zügel,
von denen nur die Vordertheile (mit etwas gehobenen äus-
seren Beinen) sichtbar sind : in derselben Hand halten sie,
wie es scheint, einen Stecken oder die Peitsche, ln der Mitte
zwischen beiden Dioskuren ein in drei Stufen sich verjüngen-
der Untersatz, auf dem neben einander zwei Amphoren
mit eckigen Henkeln und konischen Deckeln stehen, über
deren Bauch sich zwei nur schwach sichtbare bandartige
Streifen (in denen man Schlangen nicht wohl erkennen kann)
diagonal hinziehen.
*2*! t . ETHoskureareHei. A3.
M. 8. — G. v. MorpAoycm's. H. 0,36, B. 0,41. Bläulicher
Marmor.

* Sollte auch das voa Conze-Michaelis (Annati dell'Inst. 1861 S. 37) an
der Mauer des Hauses Brachuos gesehene Relieffragment (H. 0,68) mit
" tre vasi da provvisione con due manichi e coperchio « einem Dioskurenrelief
angehoert haben?— Zwei Vasen mit ( Voiuten) Henkeln und spitzen Deckeln,
dabei eine Schlange, auf einem Relief mit Dioskuren ( ohne Rosse) und Inschrift
aus Este : abgebildet in CamilliSitvestrii, In anaglyphumgraecuminterpretatio,
Romae 1720 und sehr flüchtig in Maffei, Museum Veronense tab. I pag. XLVII.
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