Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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AUS SPARTA UND UMGEBUNG

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vielleicht auch Bart., zwischen denen ein undeutlicher, einem
pileus ähnlicher Gegenstand sich beßndet *.

Sogenannte S^eienn? AteHef in strengem StH.
M. 362. — Früher in der Thür des Gartens D. (in
der Nähe desEurotas) eingemauert. H. 0,35, B. 0,18, D. 0,11.
Blaugrauer, marmorartiger Lokalstein.
Unten abgebrochen. Die Oberfläche ist stark angegriffen.
Innerhalb eines übergreifenden., oben giebelförmig abge-
dachten Rahmens steht in Vorderansicht eine Frau in langem
Gewände mit kurzen Aermeln, dessen flache Falten keil-
förmig herabfallen. Die Arme sind; ein wenig vom Körper
abstehend; gleichmässig gesenkt, die Hände scheinen ge-
schlossen. Zwei lange Locken fallen symmetrisch auf die
Brust. Auf dem Kopfe trägt die Frau einen nach oben aus-
ladenden, mit dem Reliefrahmen zusammenstossenden Auf-
satz (vgl. die Dioskurenreliefs R, c, R).
Die Haltung der Figur ist steif, säulenartig.

ReHef mät derseiben RarsteHung.
M. 318. — Früher im Hause P. KarfeMts. H. 0,27, B. 0,11.
Grobkörniger Marmor.
Die Oberfläche ganz zerfressen.
Weibliche Figur wie die vorige in Vorderansicht; hohe
Schultern, angelegte Arme. Attribute nicht sichtbar. Polos-
artiger Kopfaufsatz bis an den Reliefrand.

* Biagi S. 73 : << serpentes bim, inter quos media pariter cernitur ligura
quaedam ex corrupto quidem marmore conoidalis, sed quae ovi imaginem re-
ferre debet, ut ex infra dicendis erit perspicuum — Das von Keimte Theseion
n. 252 beschriebene Fragment eines Dioskurenretiefs stammt nicht aus Spar-
ta, wie daselbst angegeben wird, sondern ausMegalopotis, wo es von Ross
bei einer Ausgrabung gefunden wurde, wie aus der ebendort citirten Schrift
Reisen im Pelopon. S. 83 hervorgeht.
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