Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DIE ANTIKEN KUNSTWERKE

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M. 322. 323. — L. der unvollständigen Langseite 1,50,
der fragmentirten Schmalseite 0,25, H. durchschnittlich 0,88.
Pentelischer Marmor.
Erhalten nur ein Theil einer Langseite mit dem Anfang der
1. ansetzenden Schmalseite. Unten überall abgebrochen. Aus-
serdem ist die Langseite zwischen der ersten und zweiten
Figur links durchgehrochen.
Die mit unserm Sarkophag am nächsten verwandten Dar-
stellungen der *XuTpx sind die beiden hei Overbeck, Galerie Ae-
rmscAerihY&ü. Taf. XX, 5. 11 zusammengestellten (Rückseite
eines Sarkophags des capitolinischen Museums und ein bor-
ghesischer, jetzt im Louvre befindlicher Sarkophag).
Architektonischer Abschluss nach oben (Perl- und Eierstab)
nur an der Schmalseite, die Langseite hat einfach eingekehl-
ten Rahmen, ein schlagender Beweis dass wir die Rückseite
des Sarkophags vor uns haben. — ln einem nach r. gestell-
ten, mit zwei Rossen bespannten Wagen steht eine
gepanzerte barhäuptige Gestalt in 3/4 Rückansicht : die L.
hält den runden Schild (die Hand liegt in dem innern Leder-
riemen), in der Hand des ausgestreckten r. Arms die Peit-
sche; also ein Wagenlenker. Im Hintergründe erscheint in
flachem Relief etwas zurückgebeugt und fast in Vorderansicht
ein jugendlicher nackter Diener, der sich mit einem der
beiden Pferde zu schaffen macht. Zwischen den Hälsen der-
selben kommt von unten herauf die Deichsel zum Vorschein,
die mit sich kreuzenden Riemen an dem auf den Pferde-
hälsen liegenden Riemenzeug befestigt ist. Hinter dem Wagen-
lenker ein Diener im asiatischen Costüm (phrygische Mütze,
Aermelrock, Hosen) fast vollkommen in Rückansicht, nur
das Gesicht im Prohl nach r. : er trägt auf seinem Nacken
einen Panzer, den er mit dem erhobenen 1. Arm stützt, in
der Hand des r. gesenkten Arms hält er ein Gefäss L Links

* Bei den jüngsten Ausgrabungen zwischen Hcrodes- und Dionysostheater
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