Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

Seite: 399
DOI Heft: DOI Seite: Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1877/0447
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
AUS SPARTA UND UMGEBUNG

399

Sarkophag.
Mistra, bei einer Quelle als Wassertrog. L. 2,00,
H. 0,85, Tiefe 0,85. Weisser mit grünen Adern durchzogener
Marmor.
Stark abgenutzt und verletzt.
Abgebildet bei Gerhard A??L BfMto. Taf. CV1, 1-3, Text
S. 349 f.; & Moree vol. 11 pl. 43 1-1H und
S. 82 =3 Le Bas, /nywee etc. pl. 43, 1-
111 und S. 251 ff. (beide Abbildungen, ungenau, geben nur
drei Seiten). Vgl. A/mn/f d. fnsL 1837 S. 130 (Gerhard);
ArcA. A??z. 1854 n. 67. 68 S. 478 (Bursian).
Auf dem Hintergründe überall Rebstöcke mit Blättern
und Trauben, die den Ort der Handlung als Weinberg cha-
rakterisiren. ln der Mitte eine Mänade in rascher tanzender
Bewegung nach r. mit zurückgeworfenem Haupt. Die fehlen-
den Arme waren der 1. etwas gesenkt vorgestreckt, der r.
etwas gesenkt zurückgestreckt : mit beiden Händen hält sie
ein Gewandstück (Mantel oder Obergewand) ausgespannt *,
sodass ihre Beine dadurch fast ganz verdeckt werden. L. und
r. von ihr, einander zugekehrt, je ein nackter jugendlicher
Satyr (die Köpfe arg zerstört). Der linke hat den 1. Arm,
über welchen ein Thierfell (löwenartig) hängt, ausgestreckt
und hält in der Hand einen Kantharos am Henkel. Der r.
Arm ist nach hinten gesenkt; zu seinen Füssen ein nach r.
schreitender, aufschauender Löwe, der die 1. Vordertatze
auf einen gehörnten Kopf (Kalb) legt. Der Satyr rechts, dessen
Rücken sichtbar wird (hier das Satyrschwänzchen), hält in
der R. langen Thyrsus, den 1. Arm, über welchem ein
Thierfell (Panther?) herabhängt, gerade emporgestreckt (mit
gestreckten oder schnalzenden Fingern). Zu seinen Füssen
nach 1. schreitend und aufschauend ein Panther, dessen r.
Vordertatze auf unerkennbarem Thierkopf liegt. Hinter den
beiden Satyrn je eine Mänade (die linke stark entblösst) nach

* Vgi. Zannetti, Antiche Statue in Venezia H Taf. XXXIV.
loading ...