Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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DIE ANTIKEN KUNSTWERKE

der Mitte zu in Tanzbewegung, mit zurückgeworfenem Haupt
und herabhängendem Haar, das Tamburin schlagend.
An den beiden Enden je ein auf viereckiger Basis stehender
dicker Silen mit an einander geschlossenen Beinen und
nacktem Oberkörper (Gewand nur über Unterleib und Ober-
schenkel); ein Arm (der innere) ist in die Seite gestemmt,
die äusseren Arme sind nach dem Eierstab erhoben, der den
oberen Band des Sarkophags bildet.
Die jetzt fast ganz vergrabene linke Schmalseite zeigt wie auf
der Hauptseite Weinranken und die Köpfe zweier Figuren (die
nach den Abbildungen beide tanzende Mänadcn sind).
Auf der r. Schmalseite eine auf den Hinterbeinen sitzende
Sphinx, deren r. Vordertatze auf einem Thierkopf ruht
(Antilope wie es scheint).
Die Rückseite, jetzt ebenfalls fast ganz vergraben, ist mit
zwei einander zugekehrten Greifen geschmückt, in deren
Mitte sich, nach Gerhardts Angabe ("Tmin/z s. o.), ein Can-
dela b e r befindet.
Über die Arbeit lässt sich hei dem kläglichen Zustande des
Monuments nicht urtheilen. Die Überfüllung mit Weinranken
wirkt sehr unruhig. Auf der Hauptseite ist öfters die Vertie-
fungslinie längs den Contouren angewandt (vgl. n. 228).
HaccMsches !Hei!eH^ragaiont (Sarkophag?).
M. 32. — H. 0,37, B. 0,40. Bläulicher Marmor.
Auf allen Seiten mit Ausnahme des obern Randes ab-
gebrochen.
Rechts im Hochrelief Oberleib eines jugendlichen Satyrs
in Vorderansicht nach r. blickend, wohin auch der Körper
etwas übergeneigt ist; die Arme (nur zur Hälfte erhalten)
sind parallel nach unten gerichtet. Links im Hintergründe
Weinranken mit zwei Trauben, auf deren einer ein Vogel
sitzt, der nach der andern pickt. Bei der 1. Bruchstelle An-
satz (Schulter einer zweiten Figur?). -— Arbeit entwickelt,
aber spät.
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