Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 2.1877

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AUS SPARTA UND UMGEBUNG

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etwas Gewand sichtbar ist, im rechten Winket nach oben
gehoben (mit gebähter Faust wie es scheint). Rechts un-
deutliche Spuren von Gewand (?). Unklares, sehr bewegtes
Motiv. Rohe Arbeit.

!^88. Sarkophagfragment.

Sparta, im Hause H. 0,20,
ß. 0,22. Etwas bläulicher Marmor.
Links und unten abgebrochen. Es ist die rechte obere Ecke
eines Sarkophags, wie es scheint.
Oben sehr breiter architektonischer Schmuck : ein Band ä
la grecque mit eingestreuten Rosetten, darunter ein schmale-
rer Streifen durchbrochener Arbeit, dann Eierstab, zuletzt
Perlschnur. — An der Ecke Kopf und Hals einer jugendlichen
männlichen Figur im Prohl nach 1. mit längerem, etwas ge-
welltem und auf den Nacken herabreichendem Haar: schmales,
längliches, melancholisches Gesicht. Links und hinter
dem Kopf ist eine Felswand angedeutet, welche die drei letz-
ten architektonischen Glieder verdeckt. Auf der Felswand er-
scheinen in der Richtung nach dem Kopf ein oben dicker
werdender etwas gekrümmter Stab (Pedum?), daran bei der
Bruchlinie einige Ansätze.
Vielleicht eine locale Personihcation. Arbeit decorativ.

^8^5. Sa^kophagdecke!.
M. (Nummer fehlt). — L. 2,53, H. 0,24 (0,28), B. 1,15.
Fast grobkörniger Marmor.
Erwähnt im ML & 7/ML 1873 S. 185 (G. Hirschfeld).
Auf einer an den beiden Frontecken mit ausgeschweiften
Vogelköpfen geschmückten Kline mit Teppichpolster die Spu-
ren des auf demselben gelagerten nun völlig abgestossenen
und abgemeisselten Verstorbenen (oder vielmehr Ehepaars).
Nur eine Hand ist (an der r. Seite) erhalten, die ein zusam-
mengebogenes Blatt (Rolle) hält; ebenda ein Kissen angedeutet.
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MITTH. D. ÄRCH. INST. II.
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