Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 28
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Die Thoranlagen bei der Hagia Triada zu Athen.
(Hierzu Tafel in. IV.)
Behufs Ausführung topographischer Arbeiten im Piräus
und in der Umgebung Athens im Winter 1876/77 nach Athen
geschickt, unternahm ich die Aufnahme und genaue Unter-
suchung der hei der Hagia Triada aufgedeckten Thoranlagen,
der Gräberstrasse und der übrigen dort befindlichen Reste
aus althcllenischer Zeit.
Anfangs nur eine Revision der bereits vorhandenen Ar-
beiten beabsichtigend, kam ich bald zu der Überzeugung,
dass nur durch eine völiige Neuaufnahme es gelingen könne,
Klarheit in die vorhandenen Reste zu bringen, da in Folge
der weiteren Ausgrabungen und der durch Thor H führenden
neuangelegten Kloake manches Neue aufgedeckt und eine
zusammenhängende Aufnahme des ganzen Ausgrabungster-
rains, in einer Grösse welche genaue Untersuchungen zu-
liesse, noch nicht vorhanden war.
Das Ausgrabungsterrain ist auf Taf. !H durch die mit
Bergstrichen dargestellten Böschungen kenntlich gemacht.
Am tiefsten hat man, um auf den Boden der ersten Befesti-
gungsanlagen zu kommen, bei Thor 1 und 11 die Erde aus-
heben müssen. Nach Osten und Westen steigt von da aus der
alte Boden allmählich an, bis er auf der Neuen Piräusstrasse
das heutige Niveau erreicht.
Der das Ausgrabungsterrain durchschneidende Damm liess
sich leider nicht beseitigen, da in ihm eins der Haupt-
leitungsrohre für das Gas liegt.
Im Nordosten begrenzen moderne Häuser die Ausgrabung,
im Südosten die dort angedenteten Mauern.
Nächst genauer Festlegung des Grundrisses und vorsichtig-
ster Ergänzung war es mein Hauptbestreben die einzelnen
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