Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

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DIE THORANLAGEN BEI HAGIA TRIADA

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jedoch wie das, aus weichem die bei Thoranlage i bespro-
chenen Steine bestehen. Sie sind sorgfältig behauen, mit
zierlichem Schlag versehen und auf das genaueste gefugt.
Eine Blosslegung der Fundamente dieser Mauern dürfte einen
Schluss auf ihr Alter wahrscheinlich ermöglichen. Die geringe
Widerstandsfähigkeit derselben entspricht der geringen Dicke
der Mauer 3 und 4. Genau dieselbe Art des Polygonbaues,
aus demselben Material finden wir in der Gräberstrasse.
Der Thurm 5 tritt ebenso wie der auf derselben Seite des
Thores a liegende nur wenig aus der Mauer heraus. Wir
werden also eben so wie dort, hier diesem gegenüber bei &
einen stark vorspringenden Thurm ergänzen müssen. Es liegt
kein Grund vor die vordere Thoröffnung weiter wie die hin-
tere anzunehmen. Den späteren Bauten hat er jedoch, wie ich
weiter unten nachw eisen werde, weichen müssen. Es ist keine
Spur mehr von ihm vorhanden. Siehe Taf. IV A.
Sicher lässt sich nachweisen, dass die Thoranlage 1 den
Weg von Eleusis und einen vom Piräus in sich aufgenommen
hat. Die Gräberstrasse und die Richtung auf den Weg, wel-
cher nach Eleusis führt und als solcher auch in alter Zeit
benutzt wurde, wie die dort gefundenen Inschriftsteine be-
zeugen, beweist dies.
Das Thor also hat einen starken Verkehr in sich aufge-
nommen, dessen Spuren wir noch an der nördlichen Ecke
des Thurmes 5, dort wo die auf breitem Wege daher kom-
menden Wagen sich in den schmalen Thorwng hineinfinden
mussten, erkennen. Diese Ecke ist stark abgeschlissen.
Nehme ich gleich vor weg, dass die auf dem Plane mit 51
bis 52 bezeichnete Mauer in Ausführung und Bauart genau
den oben beschriebenen Polygonmauern ähnlich ist, so werde
ich den Zug der alten Mauern nach der auf Tafel IV A ange-
gebenen Weise annehmen können.
Ich halte die Thoranlage I für die TruW. Es ist dieses
das dritte der nördlich der langen Mauern nach Westen und
Nord westen aus der Stadt führenden Thore.
Als piräisches Thor ist wohl jetzt das Thor zwischen Nym-
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