Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 32
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3^ D!E THORANLAGEN BEI HAGIA TRIADA
pt'en- und Athanasios-Hügel angenommen; ich scbhesse
mich hierin Wachsmuth, Die Stadt Athen im Aiterth. i
S. 191 und Curtius Att. Stud. 1 S. 66 an.
Das Dipyion wird an verschiedenen Orten als Prachtthor
geschildert. Es soll erlerne
gewesen sein (Liv. XXXI, 24). Nur Thor H ist grösser als
alle anderen, welche ich im Piräus und in Athen zu sehen
Gelegenheit hatte; ich kenne keins, welches als Doppelthor
construirt war. Die geringen noch erhaltenen Reste des Tho-
res 11 vermögen nicht uns noch einen Begriff von der ehema-
ligen Pracht zu geben, doch können wir aus der sorgfältigen
Arbeit an den Steinen noch erkennen, dass wir es mit einem
Bau aus der besten griechischen Zeit zu thun haben. Poly-
bius XVI 25, 7 erzählt den Einzug des Attalos in Athen
durch das Dipyion. Attalos wurde auf das Feierlichste mit
den römischen Gesandten eingeholt, Athen hatte alles aufge-
boten, um ihn pomphaft zu empfangen, und so ist es selbst-
verständlich dass man ihn durch das Haupt- und Prachtthor
in die Stadt führte, dies kann nur das Thor 1! gewesen sein.
Pausanias kann weder durch Thor 1 noch durch Thor 11 in
die Stadt gegangen sein, da beide unmittelbar in den inneren
Kerameikos führten (Pint. Sulla 14), während Pausanias vom
Thore aus erst an mehreren Stoen vorübergeht, ehe er nach
dem Kerameikos gelangt (Paus. 1 2, 4 cToxt, 5s siAw xjro Tow
TTu'X&v SÜ; Tov Kspxaemo'O. Es muss ein anderes Thor als tspx
7?'j77], ein anderes als 3tTru7ov gewesen sein, da er vor dem
Thore durch welches er in die Stadt tritt ein Neroon erwähnt,
welches er vor den beiden ersten Thoren nicht nennt (Pau-
san. 1 2, 3 00 Troppo) TT'j7R)V XTk.).
Mehrfach hat man geglaubt und verfochten, dass Dipyion
und tspx TröV/i identisch seien; dies ist wie Wachsmuthl 192
und Leake Topographie S. 167 sehr richtig sagen, nicht möglich
wegen Plut. Sulla 14, daPlutarch wmhl nicht in acht Zeilen
dasselbe Thor mit zwei verschiedenen Namen genannt haben
würde. Auch aus der Beschreibung des Pausanias geht her-
vor, dass die beiden Thore nicht identisch sein können.
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