Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 49
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Mauerbamnschrifteti aus Piräus und Athen.

Die internationale Stellung des attischen Freistaates war
durch die Existenz der themistokleischen Befestigungswerke
nicht am wenigsten bedingt. Daher ist, solange der Staat
lebenskräftig gewesen ist, auf die Instandehaltung und Wie-
derherstellung der Festungswerke immer die grösste Sorgfalt
verwendet worden. Jedes Mal wenn Athen von einer äusseren
Gefahr bedroht wurde, so oft es sich von einer erlittenen
Niederlage wieder zu erheben begann, war das Erste, woran
man dachte, die Reparatur der Fortiilkationswerke. Unter
diesen Bauten ist keiner bekannter als der Wiederaufbau der
Piräus- und Schenkel-Mauern nach dem peloponnesischen
Kriege, durch welchen Athen nach jahrelanger Unterbrechung
wieder in die Reihe der griechischen Grossmächte eintrat.
Wir haben darüber den zeitgenössischen Bericht Xenophons
(Hell. IV 8, 7-11). Nach diesem Bericht lief im Frühjahr
nach dem Seesiege bei Knidos (Sommer 394) die persische
Flotte unter Pharnabazos, welchen Konon als Vertrauens-
mann begleitete, von der kleinasiatischen Küste aus, kreuzte
zuerst im ägeischen Meere und verwüstete dann die lakonische
Küste. Nach einem kurzen Aufenthalte auf Kythera wandte
sich hierauf Pharnabazos nach dem Isthmos von Korinth,
um mit den daselbst versammelten Abgeordneten der gegen
Sparta alliirten griechischen Staaten in Unterhandlung zu
treten und im Namen des Grosskönigs das Bündniss mit den
letzteren zu befestigen. Hier trug ihm Konon den Plan den
Athenern ihre Festungen wieder aufzubauen vor und erreichte
es, dass ihm Pharnabazos bei seiner Rückkehr nach Asien
den Oberbefehl über die Flotte übertrug und die nöthigen
Geldmittel anwies. Über den Bau selbst heisst es in dem Be-
richt : 6 3s (Kovov) x^xogsvo; Trolö vou Tsi^ou; M^Qocs Tx vs
xuvou TrXv^MgxTx 7?xosyo)v xxi Tsxvo^ xx^ 7xQoXoyot$ purQov (h-
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