Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 54
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1878/0064
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
NAUERBAUINSCHR1FTEN

54
Zeichen geschrieben. Die Ungleichmässigkeit der Schrift lässt
auf bewusste Nachahmung schliessen U Es existiren noch
zwei in Attika gefundene Inschriften in alterthümlich-ioni-
scher Schrift : die Weihinschrift eines Mannes aus Abdera
in ionischem Dialekt mit dem Namen eines Künstlers aus
Paros (Arch. Zeitg. XXX S. 21 und Taf. 60; 7) und die im
Namen des athenischen Volkes verfasste Grabschrift eines
Mannes aus Selymbria (Kumanudis 15,
in Minuskeln), ln diesen beiden Fällen scheint jedoch die
Alterthümiichkeit der Schrift ihren Grund nicht in bewusster
Nachahmung, sondern in dem höheren Alter der Denkmäler
gehabt zu haben. Eine genaue Untersuchung der Originale,
welche ich bisher nicht angestellt habe, wird ein sicheres
Urtheil über diesen Punkt wohl ermöglichen.
ULMU1I KÖHLER.

* Im Druck hat sich der Schriftcharakter der Inschrift wegen der Ungleich-
: Lässigkeit der Züge nicht getreu wiedergeben lassen. Am auffallendsten ist die
Form des Gamma Z. 1.
loading ...