Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 61
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REISEBERICHT AUS ACHAIA

6 t
Zeit Münzen. Der Ort Kamari, eine halbe Stunde entfernt
am Meere; enthält keine Alterthumsreste. Dies (( Kastell der
Pelleneer )) wird das alte Oluros gewesen sein. Haben wir
nun Aristonautai und Oluros mit Wahrscheinlichkeit gewon-
nen, so bliebe noch das homerische Gonussa oder Donussa
zu hxiren ; dasselbe mit Curtius Pelop. I 485 auf den hohen
Korphi zu setzen verbietet schon der gänzliche Wassermangel
dort oben : auch ist die Existenz von Pellene nicht denkbar,
wenn ein sikyonisches Kastell dasselbe so gänzlich vom Meere
abschloss. Der Ausdruck des Pausanias VII 26, 13 AüysLpx^
3s sv irK) gsTx^u xxl IIsDATivT^ sei Donussa passt auch sehr
schlecht auf den Korphi, vorzüglich dagegen auf das domi-
nirende, durch den ganzen Golf von Korinth sichtbare Kap
Avgo. Jedem, der dasselbe sah, wird sich der Gedanke auf-
drängen, dass dort eine Hellenenburg gelegen haben müsse;
unsere Route führte uns leider durch's Binnenland im Bogen
um dies einsame interessante Kap herum.
Pellene. Im Dorfe Zugra sah ich den Oberteil einer
Grabstele aus weissem Marmor mit schönem Palmettenakrote-
rion nach Art der oberen Hälfte der Compositcapitelle; dar-
unter :
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Im Hause Notaras soll sich noch eine grössere Grabinschrift
belinden. ln TrikkalaundZakoli (Phelloe) fanden wir nichts
Antikes.
Aegira. Noch viele und interessante Reste der aus-
gedehnten Stadt liegen zu Tage, Stadtmauern, ein weit vor-
geschobener Wartthurm, der aus grossen Blöcken schön auf-
geführte Unterbau eines bedeutenden Tempels nahe dem Auf-
gang vom snavs^v in die Unterstadt, also wol des Zeus (ca
270"), auf dessen einer Ecke noch Reste einer christlichen
Kapelle sind, Felsgräber an der dem Meer zugewandten
Aussenseite der Unterstadt, ebenso hei dem kleinen Hafen

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