Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

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REISEBERICHT AUS ACHAIA

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vorliegenden Angaben beschrieb, also das 40 Stadien jenseit
Dyme liegende zu seiner Zeit längst eingegangene Olenos gar
nicht sah. Da man aber auf dem Wege von Dyme nach Pha-
rai dem Peiros zunächst ebenfalls ganz fern bleibt, ist ein
Irrthum über sein Verhältnis zu Olenos wenn nicht ent-
schuldbar so doch begreiflich. Eine gewöhnliche Itinerar-
angabe, etwa IIx*pxl — rAxuxo; iroTxgo; — "QAsvo$ — IIstoo<;
770-rxgo; — Au;x7) bann sowol ihn irre geführt haben, wie den
ja ganz auf literarische Quellen angewiesenen Strabon, der
sogar den Namen des Flusses nicht wusste, sondern nur,
dass er gross war (MeAx$ scheint mir sicher aus Dittographie
entstanden). Eine genauere Localuntersuchung am Wege von
Patras nach Kato-Achaia müsste der ganz unverdächtigen
Entfernungsangabe nachgehend 40 Stadien vor Dyme Spuren
von Olenos aufzuhnden versuchen : Dodwell sah antike Reste
auf 2/3 des Weges von Patras nach Kato-Achaia (H 2, 148
Sichler).
Ausser den beiden erwähnten fanden sich noch mehrere
lateinische Inschriften in Dyme, so dass, namentlich jener
Widmung an Julia Titi gegenüber, sowie Strabons Notiz 665
(Auy.7]) Y) vuA 'Po)gxi(i)v x*cnxfx vspsTXL, und des Plinius coJo-
Dyme, man etwas Verdacht schöpfen möchte bei der
Nachricht des Pausanias, Augustus habe Dyme den Patren-
sern zuerteilt (vgl. Mommsen z. C. 7. L. 111 500).
Dimitzana. Die Abgelegenheit dieses auf dem directc-
sten aber schwierigsten Wege von Olympia nach Tripoli ver-
steckten Bergnestes mag es entschuldigen, wenn ich schliess-
lich noch ein paar in's innerste Arkadien übergreifende Noti-
zen beifüge. Die Lage dieser hellenischen Stadt, ob Teuthis
oder Theisoa, lasse ich dahingestellt, ist zunächst auf allen
Karten falsch angegeben, doch würde bei der Namenlosigkeit
der dortigen Berge und Bäche eine genügende Rectihcirung
nur durch eine neue Aufnahme klar zu machen sein. Der
Beschreibung der erhaltenen Reste bei Curtius 1 352 habe ich
hinzuzufügen, dass die obere Ringmauer an der Ostseite aus
grossen regelmässig behauenen Quadern, an der Westseite
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