Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 81
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1878/0091
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
REISEBERICHT AUS ACHAIA

81

Der eine Kopf gehört dem Herakles, der Mund leicht ge-
öffnet, der Typus an den der farnesischen Statue erinnernd;
der andere der Omphale, mit dem Löwenfell übergezogen,
der Mund ebenfalls leicht geöffnet. Die Arbeit ist decorativ,
aber lebendig und namentlich bei hoher Aufstellung gewiss
wirkungsvoll : die Augensterne sind stark angegeben, ebenso
Gesichts- und Stirnfalten, alles auf die Lichtwirkung berechnet.
Ebendort sind zwei Inschriftstücke, den Aussagen nach aus
(( Theisoa )), wol dem der französischen Karte :
Obertheil einer Grabstele, links abgebrochen : EN01ETPATA,
und ein viereckiger Grabstein : A^tlAStA XAtPE. Aus Dimi-
tzana selbst wurde mir als einzig vorhandene Inschrift nur
folgende gezeigt :

H())EAA
XAtPE
Ausser diesen heimischen Alterthümern besitzt die Samm-
lung noch eine Reihe von Terracotten, die ein Gönner aus
Syra schenkte, unbekannter Provenienz; einige Stücke schie-
nen mir campanisch, stellten wenigstens auch dort geläufige
Typen in der dortigen oberflächlichen Weise vor, dann eini-
ge hübsche archaische Mädchenstatuetten, eine Leda, endlich
sog.Votivthiere, namentlichSchweine, und schliess-
lich auch einige Vasen aus Delos, gewöhnlichster Art, denen
völlig gleichartig, die in den ordinärsten Gräbern um Athen
und Tanagra gefunden "werden.
Athen Mai 1877.

F. vox DEHN.
loading ...