Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 92
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Philipp von Neuem aufgebaut und von der Zeit an blieb es
bestehen.
Anthedon wurde erst durch Sulla zerstört, aber bald
wieder aufgebaut.
Haliartos erscheint während des peloponnesischen
Krieges als eine der bedeutendsten Städte Büotiens, es wurde
171 gänzlich vernichtet.
Le bade ia tritt zu Lysanders, zu Mithridates Zeit und im
Kriege der Römer gegen Perseus hervor, seine Bedeutung
beruhte aber wesentlich nur auf dem Trophoniosorakel.
Oropos wurde 338 den Athenern übergeben, gehörte
dann aber noch öfters wieder zu Böotien und wurde erst seit
der Kaiserzeit bleibendes Eigenthum der Athener. Um 322 war
es autonom und wurde 319 durch Polysperchon ausdrücklich
den Oropiern zurückgegeben. 312 eroberte es Kassandros,
aber Polemon oder Ptolemäos, Feldherr des Antigonos, gab
es dem damals unter Thebens Hegemonie aufblühenden böo-
tischen Bunde zurück, bei welchem es 303 unter Demetrios
Poliorketes gewesen sein muss (Preller Oropos und das Am-
phiareion S. 180).
Ko pä war eine kleine Stadt; die genauere Geschichte der-
selben in Beziehung auf den Bund ist nicht bekannt.
Die beiden zuletzt genannten Städte fehlen in den Inschriften
von der Perdikovrysis. Daraus dass Oropos noch nicht ge-
nannt wird, schliesst Ulrichs im iML a. a. 0., dass sie et-
was älter sei als die orchomenische Weihinschrift und vor
314 (richtiger 312) fallen müsse. Der gMem ist
316, das Jahr der Wiederherstellung Thebens durch Kassan-
dros. Der gMcm ist nicht sicher, da Oropos keine
so grosse Bedeutung hatte, dass es solange es zu Böotien ge-
hörte auch immer eine Hauptstimme gehabt haben müsste.
Der Ulrichs'schen Ansicht jedoch, nach welcher die von ihm
pubiicirte Inschrift in die nächsten Zeiten nach Wiederher-
stellung Thebens zu setzen sei, hat sich auch Ahrens De Gr.
(D'ab H S. 521 angeschlossen. Über die Mitte des 3ten
Jahrhunderts wird man des Dialects wegen nicht herunter
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