Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 108
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1878/0122
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
ZUR GESCHICHTE DES ATHENISCHEN THEATERS

-108
allen Seiten verstümmelt. Ich habe denselben nur ein Mal
und flüchtig gesehen. Es ist zu ergänzen:
[xtt)gM^S)v]
-Ilxdxv^u; s^oo^ys^
— E<%3x?XEv]
[Tpxyh)]u^C)v
[--o]v IIxEXVLs[u; e^op^yst]
5 [MsjvSXpXVT]^ E^tfAxCXSv]
[u7r]oxp^'/]$ Muvv[tcxo;]
[Ej77L 'A^XXLO'J
'l7T7roQ(i)VTL<; Trxt^OV
"AptcTxp^o^ Asxs(^.sEut;) syop^(yE^)
) 0 AÜXVTL^ X^3pC)V
A*/]go?0sv7]; s^op^yEL
[x(j]'7.(j)3[S)v]
[-^opj^yleC
Die Inschrift ist, wie die Orthographie lehrt, nicht vor der
Mitte des vierten Jahrhunderts eingegraben, gehört aber ihrem
Inhalt nach wie die vorhergehende in das fünfte Jahrhundert.
Das Archontenjahr des Alkäos fällt 01. 89, 3. 422/1 v. Chr.,
Z. 1-6 beziehen sich auf die Aulführungen der grossen Dio-
nysien, welche im Frühjahr 422 unter dem Archontat des
Ameinias begangen w urdcn. Der tragische Dichter Menekrates
war bisher unbekannt; der Schauspieler Mynniskos, welcher
in der Preistragödie die Rolle des Protagonisten gespielt hatte,
war von dem Komiker Platon im 2-jp(px<; verspottet worden
(Athen. VIH 344 D) und entweder ein Nachkomme des gleich-
namigen Schauspielers des Aeschylos oder seihst mit diesem
identisch, vgl. Meineke com. Cr. IS. 186 und II
S. 668. Im folgenden Jahre hatte in dem Wettstreit der Män-
nerchöre als Choreg der Phyle Aeantis Demosthenes den Sieg
davongetragen : unbedenklich darf man in diesem Choregen
den bekannten Strategen erkennen, der, wie urkundlich fest-
steht, zum Demos Aphidnä und folglich zur Phyle Aeantis
loading ...