Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 160
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PAASBUESTK

scheinen sich eigentliche Büsten nicht zu befinden *. ln
Bronce dagegen hat die Büstenform, und eben für ideale Ge-
genstände^, nicht Porträts, eine sehr ausgiebige Verwendung
gefunden in der decorativen Industrie der römischen Epoche,
als aufgeheftete Zierrath an Geräthen aller Art;, als Hänge-
gewichte und dgl. Eingehendere Untersuchungen, die über-
haupt das hier nur flüchtig berührte Gebiet der Geschichte der
Büste in hohem Grade verdiente, würden vielleicht feststellen,
ob auch hier vorrömische Vorbilder zu Grunde lagen oder
nicht. Für jetzt genüge es, uns von dem Werthe überzeugt
zu haben, welchen die hier veröffentlichte Büste nicht nur
durch ihren Gegenstand hat sondern auch durch ihr Mate-
rial und ihre wahrscheinliche Entstehungszeit.
ADOLF FUHTWANGLER.

* Vor Zeiten hat Cavlus in seinem Recueit d'ant. einige abgebüdet; so eine
offenbar sehr hübsche und noch griechische Büste aus Siciiien Bd. Iü, T. 60,
2, die noch einen weissen Ueberzug und Farbreste tragen soti; es ist ein pa-
thetischer Jüngiingskopf; die Basis fehtt. Ferner Bd. V T. 38, 3 eine Frauen-
büste aus Corneto, VH, 54, 4 eine aus Veteia, !H, 92, i eine aus Nismes, eine
Frau mit Kaiathus, die Büste auf runder Basis — die letzteren alte wie es scheint
aus guter roemischer Zeit und keine ein Porträt.
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