Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

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DIE AU8GHABUNGEN VON OLYA1HA

wegs hervor, denn vor dem mittleren Intercolumnium der
Ostfront liegt 1,20 von der Krepis ein Quaderfundament, das
offenbar den Unterbau zu einem Altar des Tempels gebildet
bat. Die Umänderung des Eingangs mag mit dem Xurücktre-*
ten des Cultus Zusammenhängen, ist doch am und im Heraion
keine der fn -SffM befindlichen Statuenbasen als Weihgeschenk
für Hera, wohl aber A. X. n. 6G direct mit Ad 'Olug-fm be-
zeichnet. Der Tempel war zu einem Raum geworden, wo
wertbvolle Weihgeschenke *, die in andern Gebäuden der
Altis nicht sicher genug zu sein schienen, untergebracht
wurden.
Fast 50 Mr. östlich vom Heraion, und ebenso dicht an den
Fuss des Kronion herangerückt als letzteres, liegen die Reste
des dritten grösseren dorischen Tempels (21,80 lang; 10,50
breit), des Metroon^, in der Erhaltung dem vorigen weit
nachstehend, da Architrav, Säulen, Uellamauer, selbst ein
Theil der Krepis von den Byzantinern abgetragen worden ist,
um in der Nordmauer der Festungsanlage am Xeustempel Ver-
wendung zu finden. Vom Pteron sind nur an der Nordseite

* Mit weichem Kunstsinn man dabei zu Werk ging, tehrt der Umstand, dass
im 3. noerdiiehen fntercolumnium der Cella (vom Eingang gerechnet) der Her-
mes des Praxiteles, im 2. als Seitenstück die roemische Portraitstatue (Aus-
grabungen von Olympia H Taf. XXX) aufgestellt werden konnte, doch koenntc
letztere auch an die Steiie eines besseren entführten Werks getreten sein.
3 Paus. V 20, 9. Naov pEytSst ptyav xa't tpyao'a Adiptov M/)TpMOV xa't t; tpt
y.aXoöotv tn, TO ovepa aÜTtp 3:ao(3^ovTE; TO ap^afov* xanat 3t oux ayaXpa Ev
aoTtp 8sü)V MijTpo;, ßaotXttov 3t EOTijxaotv avoptavTE; 'Poipatorv. fm Folgenden
^OT: 3t tvvö; Ti); 'AXiEM; TO M^Tpoiov, xat o"xi]pa ?:EptmEpt;....t&tXtx:7:Et&v ist TO
M^vpipov einzukiammern. 'EvTo; Ti); "AXisoj; wendet Pausanias mehrfach an,
wo er die Lage von Gebäuden zu bestimmen hat, die zwar in die Nähe der
Altismauer aber noch innerhaib des heiiigen Bezirks zu liegen kommen, so
Vf 20, 7 tvTÖ; Ti); "AXtEnn xava xop^tx^v toooov Ü^r:o3äpE:ov^ V 13, 8 TO
HpoTavEtov...EOT: ptv Ti); ^AXiEM; tvTo;, x:E7i:o!r)Ta: 3t xap& Ti)v E^o8ov, ij ton Toü
yopvaoloo rrtpav. Danach muss sich auch V 20, 9 tvTo; Ti); *'AXTEm; aitein auf
das Philippeion beziehen, zumal gleich darauf folgt: xava T^v t^o3ov T^v xaia
io npoTavEtov tv aptoTEpa. Ebenso zu fassen ist noch V 13, 1 tvTo; Ti); "AXTEoi;
xa't ntXoxt anoTETpuptvov ton otpsvo;; ein Altisausgang war nicht in der Nähe
des Pelopion, wohl aber die Altismauer.
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