Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 222
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DIE AUSGRABUNGEN VON OLYMPIA

west-Thor der Aids (F), das von Pausanias nach dem in der
Nähe des Philippeion gelegenen Prytaneion, als der grössten
dort vorhandenen Anlage, bezeichnet wird, liegt dem Gym-
nasien gegenüber V Das Gymnasion aber bestand ans zwei
Theilen, dem grossen Hauptbezirk und, links vom Eingang
zu demselben,einem kleineren mit Palästren für die Athleten 2.
Letzterer liegt vor in dem grossen quadratischen Peribolos,
welcher innen wie aussen gleich schmucklos bereits westlich
vor die Altismauer zu Hegen kommt. Zum grossen Gymnasion
hingegen gehören die erst zum kleinsten Theil aufgedeckten
bis zum Kladeos reichenden Mauerzüge nördlich vom Peri-
bolos, der aber seinerseits ihnen nicht bloss seinen Hauptaus-
gang zukehrt, sondern auch durch zwei Mauerlinien mit
ihnen in Verbindung steht. Die grosse mit reichen korinthi-
schen Säulen geschmückte oblonge Anlage A aber, rechts vom
Peribolos und dem NW.-Thor der Altis direct gegenüber
kann nur die von Pausanias VI 21,2 genannte ^ vo
yupvxctov sein.
Das dritte Bauwerk, welches ausserhalb der westlichen
Altismauer liegt, die Byzantinische Kirche, wird von Adler
(Bericht n. XXH1) auf Grund der Uebereinstimmung der
Maasse mit denjenigen der Cella des ZeuStempels auf das epyx-
ewTipMw ToS <Ps-.(Kou bezogen 3. Einen gewissen monumentalen
Charakter trug die Bauhütte des Phidias, da sie noch bis ins
2. Jahrhundert nach Christus erhalten war. Olympia bot dem

1 TO npOTKVEtbv...SOH Tlis "AAtEM$ tvTO$, XEXOt7)Tat OE Ttapat T7,V E^o8oV 7] ECU
Too yupvaefoo -Epxv. Vergt. dazu Curtius Peloponnes tl 112 Amu. 68 und Mi-
chaelis MittheiL H 2.
2 Paus. VI 21, 2: Ev Ttö yupvaettp TM tv ^OXopxta ^sviaBXots ptv xa9ECT7pactv
tv a5ttü xat 3popEÖctv at pEXttat.scct 6t xat aXXo; tXäcctov -;Ept6oXo^ tv
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3 Für das *:oo erklärt die Byzantinische Kirche bereits
Leake auf dem Plane von Olympia in seinen Peloponnesiaca, ohne diese Deu-
tung im Text näher zu begründen. Auch die westliche Altismauer setzt er
dort au zwischen Byzantinischer Kirche und Zeustempel.
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