Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 226
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DIE AUSGRABUNGEN VON OLYMPIA

Gruppen von geziert ist, mit 1,30 Dm. Gleich dem
vorigen nicht Pt vhM gefunden aber inschriftlich beglaubigt
(Fundort bei er), und nach Tansanias in der Nähe des Me-
troon aufgestellt, ist der Homonoia-Altar (A. Z. n. 22):
F A A E t N
P E P ) O M O
N O ! A P
Eine Quader aus grauem weiss geadertem Kalkstein von 1,32
Länge, 0,69 Breite, 0,42 Dicke rechts und links mit einem
4 i/g C. breiten erhöhten Rand umgeben*. Nach Paus. V 14,9
'Ogovo^x; xxl x3h; 'Atk/ivx^ xvX. wäre allerdings die
Personilication der Homonoia am Altar verehrt worden, der
Wortlaut der Inschrift beweist aber, dass die Errichtung er-
folgte wegen der unter den Eleern hergestellten Eintracht
und der Altar daher wohl dem Zeus geweiht war.
Wenn so der Raum zwischen Metroon, Heraion und Zeus*
tempel immer mehr sich mit Cultstätten bedeckt und immer
schärfer als Mittelpunkt der religiösen Feier zu Tage tritt, ist
nun auch der Zusammenhang klar, in dem die in die Mitte
zwischen die beiden erstgenannten Tempel gelegte Exedra
mit ihrer Umgebung stand. Vor der halbrunden Halle (Mitth.
11 168) befindet sich an den Seiten durch die beiden Rund-
tempelchen in den Flügeln abgeschlossen ein 30 Mr. langes,
2 Mr. breites, 1 Mr. tiefes Wasserbassin, von dem aus Was-
serstränge ostwärts wie westwärts längs der Ivrepis am Ivronion
auslaufen; die Stelle selbst aber war gewählt, um in der Nähe
der grossen Altäre, wo die Festversammlung sich zu den Op-
fern vereinigte, zum Gebrauch beim Opfer sowol wie als Trink-
wasser für Menschen und Thiere einen grösseren Wasservorrath

* Der Stein zeigt rechts und links Stossfläche, hinten Bearbeitung mit dem
Spitzhammer. — Den Anlass für die Errichtung des Altars ausündig zu machen
wird kaum gelingen; die Inschrift mag aus der Mitte des 4. Jahrhunderts her-
rühren.
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