Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 356
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DIE ANTIKEN SCULPTUREN AUS BOEOTIEN

senkt. Bei dem rechts stehenden geht eine steife Faltenmasse
von der r. Hand zur 1. Handwurzel.
Die Beine; von den Waden abwärts,, fehlen hei beiden.
Das ganze Relief ist mehrfach versessen, besonders die linke
Hand des links stehenden Mannes.
Gute Arbeit.

83. Theben M. 124. In Theben selbst (ooo$ npottoo) gefunden. II. 0,85, B.
0,54, D. 0,055-0,10. Relieferh 0,04.
Oben ist der Ansatz eines Giebels erhalten, in dessen Mitte eine R o s e 11 e ^ die linke
Ecke und die Spitze fehlen. An dem Rande unter dem Giebel in einer Hohlkehle
die sehr verwischte Inschrift in kleinen Buchstaben (0,01 h.); zu lesen ist noch:
.GACYCCINIOC neioc.?
.'EXEuootvto; ÜEto;.
Das Relief ist vielfach verstossen.

Zur Linken steht mit r. Standbein ein anscheinend bärtiger
Mann. Vom Kopf ist nur der Contur erhalten. Er ist bekleidet
mit Chiton und Mantel, dessen Ende in 2 Zipfeln von dem lin-
ken, am Leih liegenden Arm herabfällt. Der r. Arm ist im
Mantel zur Brust erhoben. Die linke Hand scheint eine Rolle
zu halten. Neben ihm r. steht eine Frau ebenfalls mit r. Stand-
bein und bekleidet mit Chiton poderes und Mantel, welcher
die ganze Gestalt einhüllt. Auch sie hat die R. zur Brust er-
hoben, während die L. am Oberschenkel liegt. Das Ende des
Mantels ist über die 1. Schulter geworfen, doch eine Faltenmasse
setzt sich los und geht von der r. Hand schräg herab zur lin-
ken. Das Gesicht ist absichtlich verstümmelt, das Haar ist in
parallelen, der Länge des Kopfes folgenden Wülsten angeord-
net; oben auf dem Hinterkopf bildet es einen Kranz. An den
Füssen trägt der Mann Sandalen, die Frau Schuhe.
Gute Arbeit.

8^5. Tanagra M. 545. H. 1,16, B. 0,66, D. 0,09. Relieferh. 0,05. Pentelischer
Robert n. 11. Kumanudis, '^Qypottov IV S. 302 u. 43 (mit der Inschrift). Der obere
Rand mit Giebei und Akroterien ist jetzt dazugefunden. Das Ganze besteht aus 6
Stücken, vom Reiiefgrund fehlen noch einige. Vertieftes Relielfeid. Unter dem
Giebel steht am r. Ende, über der Frau, die Inschrift:
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