Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 379
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DIE ANTIKEN/8GULPTUREN AUS BOEOTIEN

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Scboene, Hriechts^^gge^g^^af.^^VgL^!. J^AedOgOBUß 8ühßfio8
Das Original habe ich trotz vielen Sucheus weder im Varvakion noch im Nationalmu-
seum, wohin ein Theil der derarchaeologischeu Gesellschaft gehoerigen Antiken
überführt worden ist, aufünden koennen. Dass es wirklich ans Boeotien stammt ist
nach der im Inventar yorhandnen Notiz über die Erwerbung des Reliefs im hoech-
ninaw nie Jsi aeqiödmdO leQ
Da& Relief ist links unvolistaendig. Der erhabne rechte Rand ist als Ante gebildet,
darauf liegt ein doppelter Gebaelkstreifen mit Stirnziegeln. Auf dem unteren Rand
ist der Rest einer Inschrift erhalten : pißdfdoia oliedtmßdo^ 9lb bnßH
manio iad'änn eib jg9imd9AfiR^9qAö^hm9b doia oaioW 99019 .ui
aDer vordem $ stehende Rest eines Buchstabens kann allenfalls von einem $
herrühren: wahrscheinlicher war es ein Y." Mit Recht vermuthet Schoene in..,.
<ptovmB7) einen Dativ. Vielleicht ist zu ergaenzen:
Jisbnndadßk ^^däA mH maob bau

Dargestellt ist ein unterwärts bekleideter Jüngling mit lan-
gem, lockigem Haar nach links, ^ e/3 /her. Er ^scheint auf
einem mit einem Gewände bedeckten Sessel zu sitzen und die
Füsse auf einen Schemel zu stellen.)) Die 1. Hand stützt er auf
den Sitz, der r. Arm ist vorgestreckt (die Hand fehlt). Neben
dem Jüngling, im Hintergründe, steht ein Pferd im Profil
nach links (nur der Vordertheil des IAÖrpers ist angegeben).
Nach Analogie der vorigen Nummern werden wir links eine
Frau zu ergänzen haben, welche dem Heros in eine darge-
botne Schale eingiesst. Die Haltung des r. Armes stimmt
Mm Jabbbbd lai 91H

JqodiofniH mov 99h ^9i9hio8 m9ni9 hm bnn nlebnaA n9fi9#
1-^3. Theb e n. M. 16 aus dom Hause des Georg. Dol o gl u. R. und unten ge-
brochen. H. 0,11, B. 0,13, D. 0,08. Kalkstein. . q vv / ^r *
J^^t ygß]§[^!^9binA .3X0989^ gtnaw ni9 Jai iqod (eh9mmnja
sHißg^ällidHedo Aemer^ba988ßT',n 99b' hm. nädö mR ,.9ia
Oberkörper eines neben seinem Pferd stehenden J ünglings
nach 1. (Körper e, /*., Kopf e. pr.). Derselbe trägt einen Pan-

zer, unter welchem am r. Arm der kurze Aermel eines Chiton
sichtbar wird, während über die 1. Schulter und Arm ein Ge-
wandstück herabhängt; auf dem Kopfe einen zurückgestülp-
ten korinthischen Helm mit Duseh. Das Haar des Jünglings
ist lang und lockig. Mit der K. (nur der Ansatz des Oberarmes
ist erhalten) hielt er das Pferd am Zügel. Der 1. Oberarm liegt
am Körper, der Unterarm war schräg nach a hwärts gericb tet.
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