Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

Seite: 381
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ME ANTiKEN 8QULPTUHEN AUS BpEQTtEN 38t
Aus Tanagra. Nach einer Photographie im Apparat für das Corpus der
griechischen Grabrelipfs (Athen, Privatbesitz n. 8).
Vertieftes Relieffeld (M. 0,31, B. 0,3^, oben 0,373): die SeitenraenJeE sind als An-
ten gebildet, darüber liegt ein Gebaelbstreifen. Weisser Marmor.
Links ein bärtiger Mann in kurzem Cliitun und Cblamys
auf galoppirendem Pferde naeh rechts. Mit derL. führt er
die Zügel, die R. hängt herab und berührt den Körper des
Pferdes. Er blickt herab nach einem von rechts herantrefen-
den (mit Vorgesetztem r. Reine) bärtigen Adoränten, Wel-
cher die R. anbetend erhebt. Derselbe ist bekleidet mit einem
die r. Sehulter frei lassenden Himation, dessen Zipfel über
den 1. Arm geschlagen ist. Der Kopf ist etwas verstossen;
weggebrochen sind Nüstern und r. Vorderbein des Pferdes.
Die Arbeit, und der Typus des Pferdes weisen auf gute Zeit
(viertes Jahrhundert).
1-^6. In der Südwand der Kirche des Klosters Hag. Georgios bei Maleslna
eingemauert. Gefunden nach der Angabe des dortigen Hegumenos in Cheliadü
(dem Begraebnissplatze des alten Korseia) bei dem Dorfe Proskynh (wo auch
n. 7), nach Pittakis, 'Emzjp.. ap^. 1842 S. 506 zu Dendra (Hyettüs). H. 0,31,
B. 0,33. Weisser (penteüscher?) Marmor. Vertieftes Relieffeld.
Abgeb. (ganz ungenügend) 'E^. <itpy. n. 807 (ntvxxs;) vgl. Pittakis a. a. 0., Ste-
phani, Der ausruhende Herakles S. 76,3.
Vgl. Taf. XIX, a.
Knabe zu Pferde nach links. Nur mit einer über den Rü-
cken herabfallenden Chlamys bekleidet, an den Füssen Sanda-
len mit verschlungenem Riemenwerk, erhebt er die R. wäh-
rend er mit der Linken den Zügel führt, ln dem kurzgeschnitt-
nen Haar erkennt man einen von einer Binde herrührenden
Einschnitt. Das Pferd erbebt den r. Vorderfuss hoch in die
Höhe. Vor demselben 1. ist ein kleiner Altar, an dessen Vor-
derseite eine schwere Blumenguirlande (in Relief) mit zwei
flatternden Bändern an den Enden aufgehängt ist. Hinter dem
Altar, so dass der vorangesetzte 1. Fuss von demselben ver-
deckt wird, steht ein unbärtiger jugendlicher Mjinn jKör-
per <?. Kopf c. pr.) in kurzem gegürtetem Chiton wel-
cher den Blick zum Reiter erhebt und mit beiden Händen ein
Schwein in Brusthöhe hält.
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MITTii. D. AUCH. JKST. HI.
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