Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 3.1878

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DIE ANTIKEN SGULPTUREN AUS BOEOTIEN

etnea SarkophagncMefa.

Theben Ai. 2. Früher in der 0T)p.0Ttz.7i c^oAvj.
H. 1,00, B. 0,80, Höhe der sitzenden Frau vom Rissen aufwaerts 0,62, des stehen-
den Mannes 0,73. Penteüscher Marmor.
Oben ist ein Stück des architektonisch gegliederten und reich verzierten Randes er-
halten. Derselbe ist 0,18 hoch; auf dem breiteren Mittelstreifen wechselt je
ein Gorgoneion (mit gescheiteltem, lockigem Haar und zwei unter dem Kinn
verknoteten Schlangen; im Uebrigen ideal gebildet) mit einem aus drei vertikalen
eingekerbten Theilen bestehenden Ornamentgliede ab. Unten und über diesem
Mittelstreifen lauft je ein Perlstab, ein schmaler, glatter Streifen bildet Ab-
schluss nach oben. -
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Vom Relief sind nur drei Figuren (bis zum Knie abwärts)
erhalten. Links sitzt in einer Bogenöffn ung auf einem Stuhl
mit gepolstertem Sitz eine Frau n. rechts. Sie ist bekleidet mit

aermellosem, gegürtetem Chiton, welcher an der r. Schulter
etAvas herabgeglitten ist; um den Unterkörper ist ein dicke-
rer Mantel gelegt, vom Hinterkopf fällt bis auf den Sitz ein
Schleier herab. Den r. Arm stützt die Figur auf den Sitz, die
L. ist erhoben und fasst den Rand des Schleiers. Der Kopf ist
3/^ en /üre dargestellt und gesenkt, das Haar lockig; eine lange
Locke fällt auf die r. Schulter herab. Vom Gesicht ist nur die
1. Seite (die rechte v. B.) erhalten. Neben dieser Figur (rechts)
steht, ihr zugewendet, eine Frau in Chiton und Schleier, wel-
che die R. mit trauriger Geberde an das Kinn legt. Der Kopf
ist verstossen. Sie wird fast ganz verdeckt durch einen nach
rechts gewandten bärtigen Mann. Derselbe ist mit kurzaer-
nüeHgem Chiton und einem Mantel bekleidet, welcher über den
Hinterkopf gezogen ist und die r. Hälfte des Körpers frei lässt.
Der Zipfel fäilt über den im r. Winkel vorgestreckten 1. Un-
terarm herab. Auch der r. Arm ist vorgestreckt (die Hand fehlt).
Der Oberkörper des Mannes ist ein Avenig vorgeneigt, der Kopf
im Profil dargestellt mit kurzem in die Stirn fallendem Haar
und halbgeöffnetem Mund.
ln dem mir hier zu Gebote stehenden Material finde ich keine

k;anz anaiö^elGrrnape aus Sarkophagreliefs. Den Motiven nach
könnte man an Men Alkcstismythos denken. Sorgfältige rö-
neidO oiü ambnudomm gnunöadoR aegim-
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