Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 52
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ATTISCHE GRABLEKYTHÖS

Korb wie bei Nr. 5, nur dass der Mittelstreif durch ein Tri-
glyphenband ersetzt ist.

7. Ebenda ausEretria; AeVHov 1888 S. 168.5. H. 0.30.
Darstellung: Vorbereitung zum Grabesgange, Links steht eine
Frau in thonfarbigem Chiton und hält ein Kästchen, dessen
Umrisse mit Firniss gezeichnet sind, während das Innere ab-
wechselnde Streifen von verdünntem Schwarz und Rot zeigt.
Links oben hinter ihr hängt eine schwarze Oinochoe im Felde.
Rechts vor ihr steht eine Frau in thonfarbigem Chiton und
schwarzem Himation (Falten mit roter Farbe gemalt); die
vorgestreckte R. hält eine Lampe, rechts oben hinter ihr im
Felde eine rote Tänie.

Die Fleischteile sind sämmtlich weiss aufgesetzt, Rot ist
ausser an den erwähnten Stellen noch an den Haarbinden bei-
der Frauen verwendet.

Zwischen den Figuren die Inschrift:

A I 4) I A O $

K A A O 5 O
M E A A M O P

d. h. AicpAo? y.cckb<; MsXav6-o(u), wobei das schliessende O des
letzten Wortes des Raumes wegen in die zweite Zeile herauf-
gerückt ist.

8. Athen, Museum der archäologischen Gesellschaft Nr.
1075 = Goll. 399; H. 0,247; Umf. 0,255; Bauch etwas trich-
terförmig, Fussplatte fehlt. Verteilung des Firnisses und des
Pfeifenthones wie bei Nr. 1.

Schulter: Drei Ranken mit 1 -f-3-(-1 Palmetten, darüber
Stabreihe zwischen zwei Parallelkreisen. Bauch: Oben ein-
facher Mäander zwischen vier Parallelen, alles bloss über
Bildfläche und links senkrecht abgeschlossen, unten Basisli-
nie. Darstellung: Scene des Frauengemaches. Eine Frau in
Ärmelchiton und Himation, im rückwärts geknoteten Haar
eine Binde, sitzt auf einem Lehnstuhle nach rechts und blickt
auf einen wulstartigen Gegenstand mit Endsclmüren und drei
eingeflochtenen Blüten (Kopfschmuck?), den sie mit beiden
Händen vor sich hält. Rechts hängt im Felde eine Tänie, links
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