Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 132
DOI Heft: 10.11588/diglit.29171.4
DOI Artikel: 10.11588/diglit.29171.10
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1 cm
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ZUR STATUE DES ANTENOR

les, dass clie zufällige Übereinstimmung zweier nicht wirklich
zusammengehöriger Stücke in diesem Punkte zu den unwahr-
scheinlichen Möglichkeiten gerechnet werden muss. Noch eine
Einzelheit wird sich vielleicht für die Zusammengehörigkeit
anführen lassen: während der [untere Teil des Gusskanales
genau in der Mitte des Basisviereckes stellt, ist seine obere
Erweiterung ursprünglich zwar ebenfalls in der Mitte angelegt,
später aber, (wie man aus der Zeichnung, besser noch aus der
Art der Arbeit am Abgusse sehen kann) um ungefähr 1 cm
nach rückwärts erweitert worden. Genau in derselben Rich-
tung aber muss nach unserer Annahme der Aufstellung der
Dübel über den Mittelpunkt hinausgeschoben werden.

Tn Anbetracht aller dieser Argumente wird man, glaube ich,
mit Recht auch fernerhin,wenn auch nicht mit absoluter Sicher-
heit, von der Statue des Antenor reden und sie in kunstge-
schichtlichen Combinationen verwerten dürfen.

Athen, März 1890.

R. HEBERDEY.
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