Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 147
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je einer Thüre und einem Fenster (vgl. die nach Texier’s im
Einzelnen genaueren Messungen Taf. 147 wiedergegebenen
Grundrisse Fig. 5. 6).

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Fig. 5. 6.

Dadurch ist eine in ihrer Art vollkommene und geradezu
geniale Flank im ng der einzelnen Mauerteile erreicht worden.
Der feindliche Angriff wurde schon durch die Gliederung der
Mauer gezwungen sich zu zersplittern und in kleine Einzel»
angriffe aufzulösen, die ohne sich unmittelbar unterstützen
zu können, doch jeder von mehreren Punkten aus durch die
Verteidigung bedroht war.

Die Vorwerke treten fast durchgängig um 3,80 m aus der
Mauer heraus—-nur eines unmittelbar an dem ersten Knick
springt um etwa 15 m vor, ein anderes an der NO. Ecke bildet
eine Art von viereckigem Turm mit dem Seitenverhältnis 14:
10 m—und sind so gerichtet, dass sie die ungeschützte rechte
Seite des Angreifers bedrohen, häufig ist aber durch die Auf-
einanderfolge von Turm und Vorwerk oder zweier nach innen

Türme bis 4 m) eingeschlichen zu haben: dass der Zustand des einsam lie-
genden Baues vom Jahre 1835 bis 1887 sich sehr verändert hat, ist nicht an-
zunehmen.
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