Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 206
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RELIEFS AUS THESSALIEN

von seinem gegenwärtigen Aufbewahrungsorte im Keller weg
und in bessere Beleuchtung (es stand auf dem Kopfe und er-
hielt sein Licht durch eine ziemlich weit entfernte Thür) zu
schaffen. In Folge dessen ist die Überschneidung des unteren

Lides durch das obere und des mmzen Auses durch den Brau-

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enbogen, welche in der Abbildung bei Brunn unnatürlich
scharf hervortritt, auf unserer Tafel etwas undeutlich geworden1.
VV enn wir nun die Reihe der neimefundenen Reliefs mit den

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früher bekannten vergleichen, so scheint mir ihr Hauptwert
besonders darin zu liegen, dass mit ihrer Hilfe die schon von
Wolters toben XII. S. 80) erkannte und ausgesprochene Ein-
heitlichkeit der speziell aus Thessalien stammenden archai-
schen Kunstwerke sich noch klarer als früher erweisen und
der Gesammtcharakter der Kunstübung, aus der sie hervorge-
gangen sind, näher bestimmen lässt.

' [Zur stilistischen Einreihung des Hermeskopfes möchte ich auf seine
Verwandtschaft mit dem Apollo aus dem Olympieion (oben I. Taf. 8. 9)
und die zugehörigen Werke hinweisen. P. W.].
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