Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 221
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MISCELLEN

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Das Psephisma ist bereits von Kumanudis auf Grund der
von demselben Tage stammenden Psephismen C.I.A. II 173.
174 Z. 5 f. im Wesentlichen richtig hergestellt worden. Die
Vermutung, dass der Beschluss, dessen Motivirung sich von
der anderer Proxenieverleihungen in keiner Weise unter-
scheidet, dem bekannten Komödiendichter Amphis gelte, hat
Kumanudis nicht versäumt auszusprechen, aber dahingestellt
sein lassen. Man wird zu Gunsten dieser Beziehung nunmehr
zwei Gründe geltend machen dürfen. Erstens ist das Pse-
phisma in der ixvSkr^lx sv Aiovucrou zu Stande gekommen, da in
dem Praescript C.I.A. II 173 Z. 6 mit A. Reusch, De diebus
contionum S. 10 statt I/./At) Aa. iv [ELipaifii vielmehr s/./Ay) Aa
iv [Atovucrou zu ergänzen ist1. Zweitens ist es ein Epheukranz,
der Kranz des dramatischen Dichters (vgl. u. a. A. Müller,
Bühnenaltertümer S. 346), mit dem Amphis bekränzt wer-
den soll; ander richtigen Lesung der Zeichen ~TO Y Z. 18 ist
kein Zweifel und die Ergänzung /.-.t]toö die einzig mögliche.
Wie es scheint, werden Epheukränze nicht verliehen ohne
bestimmte Beziehung auf den Gott, dem der Epheu heilig.
Ohne besonderer Behandlung des Gegenstandes vorgreifen zu
wollen, gebe ich nachstehend einige Belege aus attischen In-
schriften. Ein tragischer Dichter wird von den Teclmiten durch

1 Vgl. Hermes XXIV S. 145 f. Für die Richtigkeit der von mir vorge-
scIj lagen en Ergänzung spiicht, dass auf dem Steine Z.2 nach AI noch deut-
lich Reste eines £ erhalten sind.
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