Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 225
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MISCELLEN

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gen. Unter dieser Voraussetzung wird man die Inschriften
etwa zu lesen haben:

a [sEgi ‘FJo.vcygxyou ’A]ptcnro[gxyou].

b [St7)X]t) eigl [. . . . möjvTo; [’AoiaxJogxygu.

Dass der Vatersname in beiden Fällen ’ApiG-TÖgxyo<; war ist
wahrscheinlich, aber nicht sicher, da man z. ß. in b auch
^xvjogzyou lesen könnte, obschon dieser Name etwas zu kurz
scheint für den Raum. Der Name «Fxvögxygx; in a scheint mir
sicher, da der letzte Buchstabe der zweiten Zeile nur A, A,
M, A, gewesen sein kann. Dagegen lässt sich der Name des
Verstorbenen in b nicht mit Sicherheit ermitteln.

Der Grabstein wird als Stele bezeichnet. Ergänzen wir uns
die Inschriften, so kommen wir auf eine Zeilenlänge von etwa
0,40, und müssten, wenn dies die Breite des Grabsteines war,
demselben zur Erreichung der Stelenform mindestens dieselbe
Höhe geben, so dass es unbegreiflich ist, weshalb man die
zweite Inschrift nicht über oder unter der ersten anbrachte.
Denn anzunehmen, dass die Stele mit einem Bildwerk verziert
gewesen sei, welches allen verfügbaren Raum in Anspruch
genommen hätte, ist kaum möglich, da dann ja diezweite In-
schrift auf der Rückseite des Denkmals gestanden hätte; bei
einer schmucklosen Stele konnten beide Seiten eher als gleich-
wertig gelten. Es ist mir darnach wahrscheinlich, dass die
jetzt erhaltene Kante die Oberseite des Denkmals war, und die
Zeilen, wie auf so vielen archaischen Weihgeschenken, senk-
recht liefen.

Athen, März 1890.

PAUL WOLTERS.

Litte rat ur.

Sculptures du musee de 1’Acropole , avec un plan des fouil-
les de l’Acropole. Athen. 1890.

M. H. MaaanapakH, 'H IIzTgo<;, ix tou äyyXiz.oö. Mstx
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