Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 272
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INSCHRIFTEN AUS KARIEN

erhalten wir wieder die Möglichkeit, die beiden Phylenbe-
schlüsse zu datiren. Derselbe Mann Antipatros des Apollonios
Sohn kommt nämlich in den Urkunden von Olymos mehrfach
vor (vgl. Athen. Mitth. XIV 393), und da diese aller Wahr-
scheinlichkeit nach in das erste Jahrhundert v. Chr. gehören
(Athen. Mitth. XIV 395 vgl. o. S. 262) so sind die beiden
Phylenbeschlüsse in dieselbe Zeit zu setzen. Schriftcharakter
und Inhalt der Urkunden passen sehr gut dazu: in dem De-
kret der TapSeauval zeigen sich dieselben Verhältnisse, die
ich als charakteristisch für die Abfassungszeit der olymäer
Inschriften darzustellen versucht habe (Athen. Mitth. XI\
395 f.). Im Einzelnen ist wenig anzumerken.

Z. 2 f. vgl. LW. 403. 405. 408. 409.

Z. 10 f. vgl. 16 f. Die Rechnung nach Spa^ual ’AXsHavSpstai
ist zu beachten, da wir sonst die Rechnung nach äpyupiou 'Po-
Siou Xstttou Spaygal finden (LW. 415 Bull, de corr. hell. V
108 ff. vgl. Waddington zu LW. 416), die auch wol in den
Urkunden von Olymos vorauszusetzen ist.

Z. 16 glaubte Fabricius die Reste eines Y zu erkennen, da
aber die Lesung nicht sicher ist, ziehe ich vor statt das durch-
aus ungewöhnlichen Otto Spayawv, das regelmässige octco Spa/-
p.uv einzusetzen.

Z. 18 ff. Die hier gegebenen Restimmungen erweisen, wie
die Staatsbeamten nur überwachend thätig sind, sobald die
Phyle ihr Gebiet überschreitet, sie erweisen andererseits, eine
wie grosse Gewalt die Phyle innerhalb ihres Gebietes ausübt,
da dieselbe eine Geldstrafe von 3000 Drachmen über ihre
Mitglieder verhängen darf.

Z. 22 f. Die Ergänzung ist unsicher.

21. Laden des Theodoros G. Tsitilis an einem Fenster ver-
mauert. Wandplinthe, bläulicher Marmor, 1. gebrochen, oben
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