Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 287
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INSCHRIFTEN AUS THESSALIEN

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nur einige protokollarische Vermerke, auf seine Genehmi-
gung erst durch die cüveSpoi, dann durch die UvSkriaia. bezüg-
lich, beigefügt wurden, erklärt die Aufeinanderfolge in der
die beiden Daten Z. 2 und 3 erscheinen zur Genüge. Eine
völlig gesicherte Herstellung der zweiten Zeile weiss ich nicht
zu geben, wenn auch die am Schlüsse erhaltenen Buchsta-
benreste, soferne auf sie überhaupt Verlass ist, nur eine Deu-
tung zuzulassen scheinen und der eben erörterte Sachver-
halt die Bedeutung der verlorenen Bestimmung ahnen lässt.
Die sechs Männer aus Demetrias, die als Antragsteller auftre-
ten, ist man berechtigt nach Analogie der übrigen Beschlüsse
für Bundesbeamte zu halten. Von den in der Inschrift genann-
ten Personen ist nur der als gewesener Bundesfehlherr Geehrte,
Demetrios Aitolions Sohn aus Demetrias, anderweitig bekannt;
doch ist in den betreffenden Inschriften der übrigens auch
sonst nachweisliche Name AEtcoMcov h der nunmehr sicher
stellt, nicht erkannt worden. Demetrios ist ohne Zweifel iden-
tisch mit dem in der Inschrift VII S. 339 f. Z. 9. in der cuv-
apyja erscheinenden AvipiTpio«; Al~~ (fehlen mehrere Buchsta-
ben )wvoc, da man den Namen zuversichtlich statt mit Löl-
ling zu Ai[(j^p]«vo; zu Ai[tcoM]wvo? wird ergänzen dürfen1 2 3. De-
metrios kehrt ferner mit vollem Namen wieder in einem Be-
schlüsse, der bisher unbeachtet geblieben, freilich aber auch
fast bis zur Unkenntlichkeit entstellt ist; ich komme auf den-
selben noch zurück. Demetrios’ Vater ist der Stratege Ahw-
Mwv Arigr/Tpiou IlayahTTK der Inschrift über das Orakel des

1 S. die Inschriften Wescher, Memoire sur le monument bilingue de Del-
plies S. 54 ff. Z. 20 und 'E^p-spt? äp-/_. 1883 S. 164 Z. 4. Man vergleiche die
Namen ’A/atuov Bull, de corr. hell. VII S. 421 Z. 5 und ©saaaXiwv Le Bas-
Foucarl II n. 157 a (Cauer 2 62) Z. 35.

2 In der Überschrift wird zu Anfang rj -o/a? rj Ar)[i.r)tpt£wv zu schreiben sein;
wenigstens führen da-auf die Reste _il-HMH., welche ich in der ersten
Zeile der schwer zugänglichen Inschrift gesehen zu haben meine. Eine an-
dere Besserung S. 28!) Anm. 1.

3 Wie der Abklatsch zeigt, den die Güte des Finders mir einzusehen ge-
stattet hat, steht auf dem Steine AI TG AIGN nicht AIQAION. Beiläufig,
die letzten Zeilen des zweiten Beschlusses sind vielleicht folgendermassen zu
ergänzen Z. 41 11. d~to; 7ca[pa]-/.[oXouO<5<j'.v . . a7t]avTec ta 8eooyp.£va- Sia^apaSi-
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