Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 298
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298

INSCHRIFTEN AUS THESSALIEN

w. M., auf der Stirn-und der linken Schmalseite beschrieben.
Im Hofe des Dimarchion.

Auf der Stirnseite (Schriftfläche 0,55 br., 0.37 h., rechts,
links und oben Rand, unten unvollständig. B. 0.011, Z. 0.006):

(s. die Abschrift auf 8. 297).

n]u0öcloTO£ TIpaEtou 6 orpaTT/yo; töv Mayvy)T(ov za! EöSouXoc
Eüboukou 6 ypaggaTeu? tuv cuvsSpcuv za! TE'.tj.ozpiTO? KaccavSpou 6
va[Ata? töv MayvrjTwv stTrrav etsiSt) ScÖTaTpo? Eü§oö7o’j 6 ysyovw?
crpaTviyo? töv MayvvjTtov ev tö TapEWoGoTt erst äzöXouQov t£>
Tcpo^sSuop/.svw ypövw za! rat? äpyat? ai? etigteuOt) za! Tacnv oi? eto-
ÄS'.TEucaTO et! cjvospovTt töv Mayv7)Toov Trapa~7r|(j!cö? za! tov tt)?
TTpaT'/iyta? eteAsgsv sviauTOV ;xr,te ^a-ävr,v [at)[t s ztvSuvov Tsp! tXeio-
VO? TOtOUgSVO? TOU ZO'.VY) GUVQEpOVTO? ä7Aa CS'.TO§7)a? SVECTCÖGT)? Tpai-
to[v . . .] steOmzsv Tüap’ EaUTOO El? TO GEtTCOVtZOV aTOz[a TOV TT,]?
äpyrj? ypövov ^Eivapta TETpaztystXta za! to[u äs! TapJövTO? zpaTtoTOu
za! (juvoopcoTCCTOu Tacn [to77t)v Tpovoiav sjTOtyjcraTO za! <ha toutwv
TO T'7? C£i[t . .... . ]sTl7a€övTO? TE (l’JGavacy e[tOU . . . . iOVTO? ztvSö-

vou ote Ta z.ov za! svopwjj.Evou.tov av0u-aTojv. . .

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Der vorliegende Beschluss, aller Wahrscheinlichkeit nach
Bundesbeschluss, gehört in spätere Zeit als sämmtliche bisher
bekannte Urkunden der Magnetenbundes. Dass dem so ist er-
weisen, freilich ohne ein bestimmtes Datum zu ergeben, der
Charakter der Schrift (A, B innen meist nicht geschlossen, H
meist I-1, O, TT, Z), Einzelheiten der Schreibung (ständiges
Fehlen des terra Tpo?y£ypa[/.[./ivov ; GstTO&r,a? Z. 12 u. s.w.) und
die Rechnung nach Denaren Z. 14. Bedauerlicher M eise ist
gerade jener Teil der Beschlusses verloren, welcher vermut-
lich, wie die Erwähnung eines ävOu-aTo? Z. 20 zeigt, die ge-
nauere zeitliche Bestimmung des Inschrift ermöglicht hätte.
Wie die Dinge liegen, scheint es mir aussichtslos über die
Zeit der grossen Teuerung und der grossen Gefahr, von denen
in dem Psephisma die Rede ist, Vermutungen aufzustellen.
Was die Organisation des Bundes in dieser späteren Epoche
seines Bestehens anlangt, so ergiebt das Wenige, das sich
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