Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 300
DOI Heft: 10.11588/diglit.29171.28
DOI Artikel: 10.11588/diglit.29171.34
DOI Seite: 10.11588/diglit.29171#0310
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1890/0310
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
300

INSCHRIFTEN AUS THESSALIEN

I I TO Y K A
I M O Y

Die Haupturkunde ist bis Z. 7 in Zügen, welche der Schrift
der Stirnseite sehr ähnlich sind (B. 0,009). von Z. 8 an in
gezierter Schrift mit hohen schmalen Buchstaben (B. bis
0,014) eingetragen. Man erkennt: Z. 3 ttR EsVo? tts-. Z. 4 uv
STv’auTÖv x.a-, Z. 5 0ejcopo<$ox.7} tov e-, Z. 6 x ava xcnvöv Sta-, Z.
7 -vopsvcnv Z. 8 -oov s’.copspsiv, Z. 9 s'So^sv oder SeSö^Gac ?

Tojii; auveSpou;, Z. 10 -oov Scö-aTpov, Z. 11 6 chottqti xai STStöT), Z.
12 Tat A.a tcöv 7vpo[yov(ov ?, Z. 13 avaJxsG^vai xutou [sfzöva, Z. 14
-v sv ob av auTO? |_alp7)Tai totoo, Z. 15 s-typac'ävat, Z. 16 Eü6ou-
Xou t-. Wie Z. 9 lehrt ein Beschluss der ouveSpo«., ebenfalls
Sopatros, und zwar wie es scheint in seiner Eigenschaft als
priesterlicher Beamter oder vielleicht GscopoSoxo; geltend. Zum
Schlüsse vermutlich eine Bestimmung über den Wortlaut der
Inschrift auf der Basis des Sopatros zu errichtenden Standbildes
(vgl. Athen. Mitth. VII S. 335 f. Z. 25 ff., XIV S. 51 f. Z.
28 ff. S. 196 f. Z. 21 ff.), also etwa Ecowarpov] EüSouXou t[ov-
zil ergänzen.

Auf diese Urkunde folgen in etwas verwilderten z. T. nur
mit Mühe zu entziffernden Schriftzügen dreierlei Einträge spä-
ter Zeit; Z. 17 der Name Köivto;. Die Vermutung ist gestattet,
dass dieselben Reste von Freilassungsurkunden sind, die einer
häufig zu beobachtenden Unsitte nach auf den freien Raum
eines im Heiligtum (in diesem Falle vermutlich dem des Sa-
rapis) befindlichen Denkmals eingezeichnet wurden1.

1 Gegen Mordtmanns Vermutung Athen. Mitth. XIV S. 498, dass in der
von Lölling Athen. Mitth. VII S. 333 mitgeteilten Inschrift Z. 1 Iv -wi Espöi
xfj; ’Apve'fnSos zu schreiben sei, bemerke ich dass die an der fraglichen Stelle
vorhandenen, freilich bisher nicht treu genug verzeichnelen Buchstabenreste
an der Richtigkeit der Ergänzung Iv tüi Lpwi tou SapsbctSos keinen Zweifel
lassen. Für die Worte öS av avvöt oov.rji fehlt es an Raum.
loading ...