Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 371
DOI Heft: 10.11588/diglit.29171.41
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DAS KABIRENHEILIGTUM BEI THEBEN

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heit ihrer Form aus, wie der auf Taf. 14,3 abgebildete Bron-
zestier.

Die beiden besseren auf dieser Tafel abgebildeten Tiere
würden nämlich etwa die auf den oben unter e abgebildeten
Ziegenbock folgende Entwickelungsstufe bezeichnen :

Nr. 1, im Kunsthandel erworben (es ist eines jener Stücke,
welche zur Entdeckung des Kabirenheiligtums führten), jetzt
in der Sammlung der archäologischen Gesellschaft, inv. 1198;
0,07 lang, 0,05 hoch. Schöne hellgrüne Patina. Bis auf eine
kleine abgesprungene Stelle an der linken Hüfte vorzüglich
erhalten. Die Basis ist mitgegossen, gravirt scheint nur der
Hufspalt zu sein. Der grosse Kopf mit den eigentümlichen Au-
gen erinnert mehr an den eines Esels als an einen Stierkopf.

Über die Seitenflächen der Basis läuft die Inschrift:

DPlTopT)^F^NE0 £ T°UF^||\o|

auf drei Seiten so verteilt, dass toi, KocS auf einer kurzen Seite
steht.

Entwickelter und zugleich sorgfältiger ist der unter Nr. 2
abgebildete Stier,lang 0,068,hoch (einschliesslich Basis)0,056.
Schöne lebhaft grüne Patina; der Schwanz ist abgebrochen.
Die Basis ist mitgegossen. Gravirt sind die Falten um den
Nacken und auf der Wamme, auf dem Kopf zwischen den
Hörnern Rauten, ausserdem die Andeutung des Felles über
den Hufen.

Auf den Seitenflächen der Basis ist eingravlft:

D Pi ITO NDPR

prw©

K ^

auf drei Seiten so verteilt,wie die beiden Striche angeben; der
Ausfall des zweiten E von äveGsxs ist also durch den Übergang

O O

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ATHEN. MITTHEILUNGEN XT.
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