Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 15.1890

Seite: 379
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DAS KABIRENHEILIGTUM BEI THEBEN

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Die Inschrift (h. 0,37, br. 0,71, d. 0,47) ist in Minuskeln
im AsVriov <xpyouoXoyix.6v 1888 S. 16 und darnach Berliner
phil. Wochenschrift 1888 S. 579 publicirt, wo Meister aus
dialektologischen Gründen geschlossen hat, dass sie ins Ende
des 4. oder den Anfang des 3. Jahrhunderts falle, womit der
Schriftcharakter stimmt.

Trotzdem die Überschrift Kaßipiapjr\ auch über den Anfang
der zweiten Columne sich erstreckt, ist doch anzunehmen,
dass dieselbe sich nur auf die vier ersten Namen der ersten
Columne beziehen soll und sämmtliche übrigen Namen zur
Überschrift TCapaycoystsc (Z. 6) gehören, denn die Schatzlisten
(N° 2), welche wir für drei Jahre erhalten haben, nennen für
zwei derselben je drei, für das dritte nur zwei Kabiriarchen.

Dass die TCocpaycayeie«; die in die Mysterien einführenden Per-
sonen gewesen sind, die anderswo gucnraywyot heissen, ist klar.
In der Mysterieninschrift von Andania (§ 25) wird unter den
Functionen der ‘Zehn’ angeführt, dass sie aus den Priestern
die geeigneten Personen zu Rhabdophoren und ebenso die
Mystagogen auszuwählen haben L Es unterliegt keinem Zwei-
fel, dass auch in Theben alljährlich vor den Mysterien sei es
durch Wahl sei es durch Loos die Trapaycoysts? bestimmt und
ihre Namen eingegraben wurden. Ihre Zahl ist zwölf.

2.

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