Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 23
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GRÄBERFUNDE AUS SALAMIS

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Abb. 1.

vasen. Rotbrauner Firnis, dem mykenisclien sehr ähnlich.
Tupfen am Rande der Mündung, darunter innen und aus-
sen ein breiter Streif, unterhalb dieses auf der Aussenfläche
drei schmale Bänder. Henkel mit Tupfen verziert. Henkel-
ansätze oben gestreift. Wellenlinien zwischen den Henkeln.
Weiter abwärts zwei schmale Streifen. Ringfuss aussen mit
Firnis überzogen.

10. Abb. 1. Nr. 3632. H. 9,5, gr. Umf. 26. Form stark rnyke-
nisch. Hellgelber Thon, ins grünliche spie-
lend, gut gebrannt und gut geglättet (dem
mykenisclien nahe stehend, vgk oben die
Bügelkanne Nr. 1). Schwarzbrauner schlech-
ter mykenischer Firnis. Hals aussen und
innen gefirnisst. Am Gefässkörper abwech-
selnd schmale und breite Streifen. Zwischen
den gestreiften Henkeln eckige Wellenli-
nien. Fuss nicht ringförmig, gefirnisst.

11. Nr. 3634. H. 11,5, Dm. d. Mdg. 6. Ringfuss. Heller
gelbbrauner Thon, schwarzbrauner stumpfer Firnis. Mündung
innen, Hals ganz gefirnisst. Henkel gestreift. Wellenlinie
vorn und hinten zwischen den Henkeln. An der Schulter ver-
ticale Striche, die in Gruppen zu je vieren in regelmässigen
Entfernungen wiederkehren. An der Brust ein horizontaler
Streif und zwei am Bauche.

12. Nr. 3627. Der eine Henkel und ein Teil der Mün-
dung ergänzt. H. 9,5, Durchm. d. Mdg. 6. Heller gelbbrauner
Thon, schwarzbrauner stumpfer Firnis, stark abgesprungen,
so dass die Decoration schwer er-
kennbar ist. Ringfuss. Das Gefäss
war mit horizontalen breiten Bän-
dern umzogen. Unten am Fuss ein-
gepresste Zeichen (Abb. 2). Offenbar
handelt es sich hier nicht um ein
gewöhnliches Ornament; dagegen
spricht sowohl der Platz unter dem
Fusse der Vase wie der ganze Cha-
rakter der Linien. Eher möchte man
darin eine spätmykenische Cursiv-
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