Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 92
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H. LATTERMANN

der entsprechenden Stelle des jenseitigen Ufers, hart über
dem Bach, ein etwa quadratisches starkes Fundament von
rund 4 m Seitenlange aufgedeckt, innerhalb dessen wieder
kleinere Mauerquadrate liegen; das Ganze könnte mit Leo-
nardos ganz gut als Fundament eines Brückenpfeilers ange-
sprochen werden1. Bei dieser Lage der Brücke wären die
Besucher zunächst zu den Bädern geführt worden, bevor sie
zum Altar und zum Vorplatz des Tempels gelangten.

Ich erläutere meine Ergebnisse durch zwei schemati-
sche Skizzen; die eine stellt einen Grundriss der wahr-
scheinlichen Ausgangsstelle des Canals dar, die andere zeigt
an einem Längsschnitt durch das Bachbett, wieso der neue
Ableitungscanal praktischer war als der alte.

Abb. 2.

Über die Construction des Canales selbst habe ich schon
AM. XXXIII 1908, 76 f. einige Mitteilungen gemacht. Die
drei Schichten, aus denen sich der Canal aufbaut, Boden-
belag, Wangensteine und Deckplatten, müssen in den 3 Fuss
untergebracht werden, die der Graben tief werden soll (Z.11).
Die Deckplatten brauchen, obwohl sie nicht bloss decken,

1 Vgl. die Inschrift von Eleusis, Syll.2 541, 1 1 ff.: jxA.dxog Ös jtoiÖvtov

[jc] e vx s jc o 8 a, hv« Vgayaai 8ie|A.auvovTai, dDd xou; löoiv ei ßa|[8]i^ev
em xd heyu (Überbrückung des Rheitos zwischen Athen und Eleusis).
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