Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 146
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O. WALTER

anderen Weihegrad als die als polar piai bezeichneten hatten,
womit auch die früher vermutete Zweiteilung gut in Einklang
zu bringen wäre. Als Fassung könnte man sich beispiels-
weise denken: [cd roi> isjQO'u Sau[xou|[. . . . cruv rat]q [ruarpiaii;.

Z. 3: Soviel ich fand, begegnet die Bezeichnung pfjrvip
öevÖQocpÖQOOv nur noch in der lateinischen Inschrift CIL. III
7505 [mater dend(rophororum)] und in der griechischen Arch.
epigr. Mitt. XI 44 Nr. 57 = Inscr. Gr. Rom. I 614; sonst oft
kurz mater, z. B. CIL. XIV 3 7. 69. Im übrigen sind über mater
und pater dendrophororum insbesondere Hepding, Attis 154,5
und Poland, Geschichte des griechischen Vereinswesens 371 f.
zu vergleichen.

Z. 4 sehe ich T A P . A f~, also wohl sicher n]ap[i](%.

Z. 5, wo Filow r]diov ’Qßeior liest, scheint mir nach den
Resten II]a[ii]?iOv ’Gßeiot) wahrscheinlicher; damit könnte man
das in der folgenden Zeile etwa zu lesende Wort yj'ufvjrj (nur
. Y . H sicher) verbinden.

Z. 9: Bei den vorhandenen Resten K Y P I A I . . H möchte
ich am ehesten an Kupia yirvfj denken, und dann wäre in der
folgenden Zeile, wo nach Miüpa sicher noch der Anfang eines
A zu erkennen ist, Miüpaödrou zu lesen.

Z. 11 : Zu Oüepo'uA.a vgl. CIL. III 6019, 14. 9587.

Z. 12: Zu XQuodvür] vgl. Cod. Iust. V 34, 4 und CIL.
XIV 1800.

Z. 14-15: AiiQr|Va novuavfj, wohl als Name eines Indi-
viduums zu fassen, also eine römische Bürgerin, deren Name
auf die Zeit seit Marc Aurel hinweist.

Z. 19: Was Filow hier lesen will: -ppe Moipoag ToV-
S[on?j, ist jedenfalls unmöglich, zumal auch die Namen mei-
nes Wissen nicht belegt sind. Zu erkennen ist PKEMY1ACA
CTOA1AOC, die beiden letzten Buchstaben weniger deut-
lich, mit etwas grösseren Zwischenräumen und ein wenig
schräg nach aufwärts, aber trotzdem meiner Meinung nach
zugehörig. Wir werden hier wohl am ehesten eine Form von
p/ueiv erkennen müssen und zwar ein hybrid gebildetes femi-
nines Particip pepmaoa; der Genetiv atoAISog Hesse sich damit
verbinden. Das Wort aroAig könnte sich auf die Tracht der
Mysten beziehen, im selben Sinne wie sonst otokrj gebraucht
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