Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 148
DOI Heft: 10.11588/diglit.29170.4
DOI Artikel: 10.11588/diglit.29170.13
DOI Seite: 10.11588/diglit.29170#0160
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1910/0160
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
148

O. WALTER

hältnis zwischen der lateinischen und der griechischen In-
schrift des Steines einzugehen. Den Datierungen, die Filow
auf Grund der Buchstabenformen gibt, müssen wir uns jeden-
falls anschliessen, zumal die der lateinischen Inschrift durch
die Nennung des Kaisers so ziemlich feststeht und in der
griechischen ein Name zu mindest mit grösster Wahrschein-
lichkeit auf die Zeit seit Marc Aurel weist. Filow hat also
jedenfalls recht, wenn er bei der griechischen Inschrift eine
zweite Verwendung des Steines annimmt. Beidemale wird er
in demselben Heiligtum gedient haben: darauf weist uns der
schon früher hervorgehobene enge Zusammenhang zwischen
Magna mater und Mentyrannus, vielleicht auch Taurobo-
lium auf der einen, Dendrophoren 1 und öoüpog auf der ande-
ren Seite.

Athen. Otto Walter.

1 Dendrophori bringen z. B. ein Taurobolium dar CIL. XIII 1752 -
loading ...