Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 199
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KERAMEIKÖS - STUDIEN

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Plutarcli jtgQi poumxfj? 21 spricht und der nach IG. II 1 248 im
Anfang des IV. Jahrhunderts in Salamis tätig war. Die Reste
der Inschrift und die Nähe ihrer Fundstelle sprechen dafür,
dass sein Ehrengrab an der Strasse zur /Akademie gelegen
hat. Zu so prunkhaften Denkmälern, wie dieses nach den
Maassen des erhaltenen Restes war, wird die Stadt nur den
Boden und den Erben einen Beitrag zu den Kosten gegeben
haben; so erfahren wir aus Athen. IV 165 EF über das Grab-
mal des Chabrias, dass die Stadt zwar 1 000 Drachmen dafür
verausgabt hat, aber sein Sohn Ktesippos mit der Vollen-
dung säumig geblieben ist.

Aus dieser Klasse von Gräbern wissen wir für einige,
dass sie zur Seite der Strasse lagen: das Grab des Perikies
lag zur Rechten, nicht weit vom Dipylon, nach Cic. de fini-
bus V 2, 5, auf derselben Seite das des jüngeren Sophisten
Phoinix aus Thessalien, nach Philostrat Bloi 2oqx p. 264:
etdq)i] oux dcpovük, xehcai yag ngoq toi? sx töav jtoÄEftcov ev 8e^ia
tfj? ’Axa8i]p[av8e xaüo8ou; zur Linken, nicht weit vom Dipy-
lon, war nach Lukian Skyth. 2 das Ehrengrab mit der Stele
des Skythen Toxaris. Auch zur Seite des Weges, nicht in-
mitten, lag das Grab des Lykurgos, das letzte, das Pausanias
vor dem Eingänge in die Akademie erwähnt, das aber schon
im II. vorchristlichen Jahrhundert nach den Bloi Ssxa qi]töq.
842 e und Keils Nachweisungen dazu (Hermes XXX 199) in
die Gärten des Philosophen Melanthios einbezogen war, wo-
fern in dem Texte der Btoi: stacpr) 8’ cdnrö? (AuxoÜQyo?) xal
tcov exyovoav tive? 8t]|X0(na' xal e'ouv autoov ta [ivfjpata avtixQu?
tfj? naiama? 3Aüi]vd? ev t© MeÄavfKov tau (pdoaöcpou xijjtcp, das
autcöv mit auf Lykurgos zu beziehen ist.

Wenn wir nun nach der Scheidung der Gattungen von
Gräbern, die in diesem Bereiche zu erwarten sind, im Scho-
lion zu Arist. Vögeln 395 über den Kerameikos aus Menekles
oder Kallikrates jcbqI ’Athp'tov (vgl. Wachsmuth, Stadt Athen
I 259) lesen: ßa8ßjouaiv - evüev xal evüev elal arrj^ai erd toi?
Sppoala t£Üa|tjievoi?, so lässt sich die darin angedeutete Ver-
teilung der Ehrengräber auf die beiden Aussenseiten der
Strasse zwar ohne weiteres aus den zu 4) zu ziehenden Ein-

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ATHENISCHE MITTEILUNGEN XXXV
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