Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 204
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A. BRUECKNER

streckt der Jüngling die Fackel vor, sie dem Nächsten zu
übergeben, und deshalb hat er den Blick auf das Glühen der
Fackel gespannt.

Vergleicht man unser Bild mit den jüngeren Darstellun-
gen der athenischen Lampadedromen aus der Zeit um 400,
von denen aus A. Martins Zusammenstellung in Daremberg
und Saglios Dictionnaire s. v. Lampadedromia unsere Abbil-
dung 1 entlehnt ist, so fällt auf, dass in diesen durchweg eine
viel kürzere und schmalere Fackel mit einem die Hand schüt-
zenden Teller verwendet ist. Die schwerere, wie sie der Jüng-

Abb. 1. Nach Antiquites du Bospbore Cimmerien pl. LXIII.

ling unserer Lekythos trägt, ist also später durch eine hand-
lichere ersetzt worden. Dazwischen fällt die Klage des Aischy-
los in den Fröschen des Aristophanes v. 1087:

Vxpjrdöa ö5 onSel? oiög te cpepeiv
ujF ayupvccGiac; eu vim,

worauf Dionysos sein frisches Erlebnis von den Panathenäen
berichtet, wie einen der verweichlichten Läufer die Kerameer
am Tore — am Wendepunkte der Bahn? — traktierten:

pd AP ou öfjiF, coöte y’ dcpauavüriv
navadrjvcuoLGi yeXcov, öte öf]
ßpaSix; dvüpcorcög ng g'öei xiiipai;,

7.ei)xös, jxlcov, {otoXsuTÖpevoi;
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