Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 209
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KERAMEIKOS - STUDIEN

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dass er danach, entsprechend dem aaoXocpDQctpsvoi ov jtQoafjxei
exaato? djcoxooQelte, dem Schlusssätze der Leichenreden, sich
auf den Heimweg begibt. Anders zwar ist die Deutung des
Herausgebers R. C. Macmahon. Nach ihm bestünden nur die
Möglichkeiten, entweder dass der Jüngling, weil er von einer
Reise heimkehrt oder sie vorhat, sein Gebet an das Grab
eines Angehörigen richte, oder dass er 'den typischen Wan-
derer’ darstelle, der das Grab grüsst, an dem er gerade vor-

Abb. 2. Nat.-Mus. 12133, nach Amer. Journ. of Archaeology X Taf. 17.

überkommt. Mir erscheint die Beziehung des Bildes auf eine
allgemein bestehende Sitte wahrscheinlicher, als die erste zu
individuelle Deutung und die für diese Zeit zu genrehaft
empfundene zweite.

Der Schluss, der aus diesen Denkmälern sich ergibt, ist,
dass die dyarvei; eiutacpioi mindestens so alt sind wie die Lei-
chenrede. Die Malereien der Dipylon- und der schwarzfiguri-
gen Prothesisvasen bezeugen durch ihre Wagen- und Rei-
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