Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 216
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A. BRÜECKNER

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Die erste und letzte erhaltene Zeile waren grösser, nicht
aroixnööv wie die Zeilen dazwischen; sie enthielten Ortsanga-
ben. Rechts oben in - 8eg der Rest eines Namens, der zur vor-
aufgehenden Rubrik nachgetragen war. Breite 0,16, Höhe
0,21, Dicke erhalten bis zu 0,07 ; der Falz 0,011 breit, 0,003 tief.

2) Etwas anders ist die Rahmung für IG. I 451 und das
Denkmal von 394 v. Chr. (Taf. XI/XII und S. 219) durch die
Anschlussflächen gesichert. I 451 ist eine genau rechteckige
Platte ohne Zapfen, rundum vollständig erhalten, von einer
Breite von 1,03, ganzer Höhe von 1,55 und 0,14 Dicke; am
oberen Rande hatte sie vorn ein 8 cm hohes, jetzt wegge-
scheuertes Profil. Die Seitenränder sind beiderseits auf An-
schluss gearbeitet, an beiden oberen Ecken sind die Spuren
von h Klammern. Diese Platte stimmt in ihrem Breitenmaass,
der Höhe ihres Profils und in der seitlichen Herrichtung so
sehr mit dem Denkmal von 394 v. Chr. überein, dass ich
glaubte, ihr Höhenmaass für die wiederherstellende Zeichnung
seines Inschriftteiles auf S. 224 benutzen zu dürfen. Gewisse
Normalmaasse mussten sich ja für diese Monumente heraus-
stellen. Dass im Falle von I 451 ein Normalmaass eingewirkt
hat, wird deshalb wahrscheinlich, weil die Abmessungen der
Platte nicht durch die Stärke des Verlustes gerechtfertigt
werden; denn ihre fünf Schriftcolumnen, die freilich jetzt
arg verscheuert aber doch zweifellos bestimmbar ihre Breite
füllen, reichen nicht über 40 cm vom oberen Rande hinab, so
dass keine Columne mehr als 16 Namen enthielt; auf dem
unteren Raum der Platte blieb mehr als 1 m leer. Danach
scheint es, dass im Falle von I 451 die 10 Phylen auf zwei
Platten verteilt waren und nur die eine davon uns erhalten
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