Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 243
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HEILIGE STATTEN IN DELPHI

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ligtums studiert haben, bleiben einige allgemeinere Fragen
zu besprechen. Drei Altäre liegen am Ostende des Bezirks;
über sie hat Poulsen (343) scharfsinnig gehandelt. An der
croten’ Terrassenmauer stehen an den zwei in der beifolgen-
den Skizze (Abb. 4) bezeichneten Stellen die Inschriften EIAEI-
©YIAS und YriEAS; die letztere unmittelbar über dem
mittleren Altar, die andere über der Stelle, wo der nur zum
Teil erhaltene Altar einst an die Wand anschloss. Der dritte

Abb. 4. Planskizze der Altäre.

grosse Altar trägt zwar keine Inschrift, gehörte aber sicher
der Athena als der Hauptgöttin des Bezirks, wie auch zwei in
der Nähe gefundene Weihungen bekräftigen \ Das überra-

1 Die Weihungen (nicht Altäre!) ’Aödvcu Fa.Qyavai und [’A'&lavai Zoore-
Qiat sind nicht in situ gefunden worden, wie man nach Poulsen (347) an-
nehmen könnte. Die Berichtigung verdanken wir den Angaben des delphi-
schen Personals; auch stellte sich bei einer Schürfung heraus, dass die
Steine nur in die Erde eingelassen waren. Eine dritte hier befindliche In-
schrift (Aiög rtoAeog) wurde von Keramopullos (’Ecp. aqi- 1909, 269) vor
dem Bezirk gefunden und ist nach seiner und v. Premersteins richtiger
Bemerkung ein Horosstein; über das Temenos des Zeus vgl. S. 239 A. 3.
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