Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 264
DOI Heft: 10.11588/diglit.29170.17
DOI Artikel: 10.11588/diglit.29170.19
DOI Seite: 10.11588/diglit.29170#0276
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1910/0276
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
264

A. FRICKENHAUS

Es gibt im Heiligtum drei Brunnenhäuser; alle drei Ört-
lichkeiten sind einzeln zu untersuchen, ob sie den Bedingun-
gen entsprechen.

A) Wenige Meter vor der SW-Ecke der grossen Tempel-

Abb. 9. Brunnenhaus von Osten.

terrasse, unterhalb der Polygonalmauer und nw. von dem sog.
Schatzhaus von Caere - Agylla, liegt der Rest eines schönen
alten Brunnenhauses (Abb. 9.10). Es bestand anscheinend aus

43, Paean VI 14 usw.) und als Wohnort der Schlange erscheint (vgl. noch
Eur. Iph. T. 1246) und ferner die Überlieferung über die Septerien. Gewiss
galt in späterer Zeit immer mehr die Kastalia als die eigentliche Orakel-
quelle, aber die alte Siedehtng Pytho und deshalb das Heiligtum lagen
eben an der viel geringeren Kassotis. Ihre Dürftigkeit macht es begreiflich,
warum Apollon im Hymnus (s. 375 ff.) so enttäuscht ist; diese ganze Stelle
wäre unverständlich, wenn damit die Kastalia und ihre mächtige Wasser-
fülle gemeint würde. Die anderen Zeugen, die Oppe 234 A. 43 anführt,
sprechen gar nicht von dem Drachenkampf.
loading ...