Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 306
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G. P. OIKONOMOS

Eine Form Accuqsov ist zwar nicht ungriechisch (vgl. Aejtqeov),
auch das Vorkommen von Acujqsov und Accuqeiov neben ein-
ander wäre nicht unmöglich, wie dasselbe Beispiel Aejtpeov
neben Asjtqeiov (siehe Steph. Byz.) u. ä. beweist (vgl. Xat^iöa-
xig, ’AxaS. ’Avayvcoapata B' 535 ff.); doch wird man wegen der
sonstigen Überlieferung des Wortes und seiner Orthogra-
phie (siehe Thesaurus linguae graecae V 135) schwerlich an
das Vorhandensein einer Form Aoojqeov glauben. Der Grund,
weshalb das Wort in seiner alten Orthographie sich so lange
hielt, ist höchstwahrscheinlich in seiner häufigen Verwen-
dung in diesen öffentlichen Urkunden zu suchen.

Den Namen AcnipEiov (sc. opog) hat die Gegend wegen
ihres vielfach zerrissenen und schluchtenreichen Charakters
(Aoupor atEvoojtög öi’öqeoov) erhalten, wie aus demselben Grunde
eine andere Stelle desselben Gebietes AüAcov genannt wurde
(vgl. G. Kaibel, Hermes XXV 1 890, 1 00 f.; Dittenberger ebda.
XLI 1902, 206).

Euöoteiov nach einem gewissen EriSotog, der zwar auf
attischen Inschriften nicht vorkommt, wahrscheinlich aber
zu Anfang des IV. Jahrhunderts oder früher gelebt hat (ava-
aa^ipov pEtcxAAov). Ein Eiiftorog ex Keoo bei Bechtel-Fick 103.

Z. 20. KaAAiou cpEAAsug- Es ist nicht unwahrscheinlich, dass
dieser Kallias dem Hause des reichen Grubenbesitzers ange-
hört, von dem überliefert ist, dass er ausgedehnte Bergwerks-
unternehmungen in der Laureotike hatte. In IG. II 780, 8
wird ein KctAAiag als Vater des TEA.saixA.fjg ’Apoupfjviog genannt,
der in Silberminen 'machte’ (Ipya^öpEvog).

<I>£AAsüg bedeutet xC0O°v öuaspysg oder ronog JTEtpoaS^g pkv
xdtcoÜEV, EJturoAf]v 8e öAiyr]v sycov yfjv, EJurtjÖEiog Eig ßöaiv aiycöv,
oder jrac rörcog sycov sxiJtoAfjg psv jrstpag vjieq rcnkr]g (corr. xav-
tag) öe yfjv Autapav jiqoc, sAaiocpurEiav: Hesycli, Suidas s. v. cpsA-
Aecx (=Harpokration s. v.) qpeAAelg—Poll. I 227 — Steph. Byz. s.
v. Aristopli. Nub. 70 f. (wo van Leeuwen in der Ausgabe von
1898 bemerkt: pratum montanum, Almweide germ.) Acharn.
272 u. a. Vgl. Rutherford, Schol. Aristoph. I 134. II 134. Zwei-
fellos von derselben Wurzel stammt auch das in IG. II 1055
vorkommende cp[E]AAijg (vgl. Dittenberger, Syll. 535 und die
Literatur daselbst); doch scheint die Ansicht von Ditten-
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